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Verfahren
Allgemeines V-Modell
Methode/Technik:10125
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Beschreibung
Die Basis für eine Vielzahl von Vorgehensmodellen bildet das allgemeine V-Modell nach Boehm. Das allgemeine V-Modell ist ein logisches Modell, das die während der Softwareentwicklung anfallenden Produkte in Beziehung zueinander setzt. Das V-Modell stellt jedoch kein Vorgehensmodell wie z.B. das Wasserfallmodell dar, da es keine Aussagen über die zeitliche Reihenfolge der einzelnen Entwicklungsschritte macht. Das V-Modell verdeutlicht durch explizite Hervorhebung der konstruktiven und integrativen Tätigkeiten und der prüfenden, d.h. verifizierenden und validierenden Tätigkeiten, dass das Testen eine zur Entwicklung gleichwertige Tätigkeit darstellt.

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Abb.: Allgemeines V-Modell.

In obiger Abbildung sind auf dem absteigenden Ast die konstruktiven und verifizierenden Tätigkeiten während der Softwareentwicklung mit zunehmenden Detailierungsgrad der dabei entstehenden Artefakte dargestellt. Der aufsteigende Ast zeigt parallel dazu die integrierenden und validierenden Tätigkeiten und verdeutlicht dabei die zunehmende Größe des entstehenden Systems, je weiter oben man sich in der Darstellung befindet. Die Produkte auf der rechten Seite werden gegen die korrespondierenden Anforderungen und Spezifikationen auf der linken Seite validiert.
Die folgenden Produkte spielen im allgemeinen V-Modell eine Rolle [nach WWW: V-Modell-Browser]:
  • Benutzeranforderungen
    Die Benutzeranforderungen stellen die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das System aus Sicht der Benutzer dar und umfassen eine Beschreibung des Systemverhaltens und der Schnittstellen zum Benutzer.
  • Entwickleranforderungen
    Die Entwickleranforderungen stellen die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das System aus Sicht der Entwickler dar und werden meist aus den Benutzeranforderungen abgeleitet.
  • Systemdesign
    Das Systemdesign umfasst die Aufteilung des Gesamtsystems in einzelne Komponenten und deren Beziehungen untereinander und repräsentiert eine lösungsorientierte Sicht auf das System.
  • Komponentenanforderungen
    Die Komponentenanforderungen beinhalten die Schnittstellenbeschreibungen und die Beschreibung des extern sichtbaren Verhaltens der identifizierten Komponenten.
  • Komponentendesign
    Das Komponentendesign ist die interne Struktur der Komponenten und die Beschreibung der verwendeten Algorithmen zur Realisierung der Komponentenanforderungen.
  • Komponentenimplementierung
    Die Komponentenimplementierung ist die Beschreibung der Komponenten in einer Programmiersprache.
  • Ausführbare Komponenten
    Durch Kompilierung und Linken erhält man Software-Komponenten, die auf einer bestimmten Plattform ausgeführt werden können.
  • Ausführbares System
    Das ausführbare System erhält man, wenn sämtliche
    ausführbare Komponenten in das Gesamtsystem integriert sind.
  • Verwendbares System
    Von einem verwendbaren System wird gesprochen, wenn das System beim Kunden vor Ort installiert und auf sein spezielles Umfeld hin angepasst ist.
  • Verwendetes System
    Wenn das System beim Kunden durch die Benutzer in Gebrauch ist, spricht man schließlich von einem verwendeten System.
Aus der Sicht des Testens werden im V-Modell folgende validierende Tätigkeiten durchgeführt:
Mehr Informationen finden über die verschiedenen Testaktivitäten im V-Modell finden Sie in den entsprechenden Wissensbausteinen, in dem Sie den Verweisen oben folgen.

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