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Glossareintrag
Ende-zu-Ende-Verbindung
Glossar:10507
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Erläuterung
Bei der Übertragung von Daten spielt das Zeitverhalten immer eine wichtige Rolle. Neben dem Durchsatz (Datenmenge pro Zeit) ist die Verzögerungs- oder Wartezeit für die Übertragung einer bestimmten Datenmenge wichtig und bei vielen Anwendungen unterhalb einer bestimmten Schranke zu halten. Hinzu kommt, dass bei praktisch allen realen Netzen mehrere, oft sehr viele Teilnehmer, denselben Übertragungskanal benutzen. Kurze Wartezeiten sind daher nur möglich, wenn die Länge der Daten, die zwischen zwei Partnern übertragen werden, begrenzt wird. Andererseits will man u. U. bei der Übertragung von Files sehr große Datenmengen transportieren. Man löst dieses Problem durch die Stückelung von Daten und überträgt nur Pakete begrenzter Länge, weil dadurch die Belegung des Übertragungskanals zeitlich begrenzt wird und andere Teilnehmer ebenfalls Daten übertragen können.

In größeren vermaschten Netzen sind die von Paketen gleichen Ursprungs und Ziels zurückgelegten Wege nicht zwingend gleich. Für den verbindungslosen Dienst löst die Netzwerkschicht die Wegewahl autonom und für jedes einzelne Paket. Außerdem kann die Zeit, die ein Paket unterwegs ist, deutlich größer sein als die Reaktionszeit des Empfängers auf dieses Paket. So ist es sinnvoll, dass der Sender nicht auf jede Empfangsbestätigung eines Pakets wartet, bevor er das nächste schickt, sondern mehrere Pakete und z. B. erst dann auf eine Bestätigung wartet, bevor er weitersendet. Es muss nicht jedes Paket bestätigt werden, es kann auch z. B. nur jedes fünfte Paket bestätigt werden. Die Zahl unbestätigter gesendeter Pakete nennt man Fensterbreite. Durch die schnelle Folge und unterschiedlichen Wege der Pakete sowie eventuelle fehlerhafte Übertragung einzelner Pakete zwischen Netzknoten und deren wiederholter Sendung (Logical Link Control) ist nicht gewährleistet, dass sie in der gleichen Reihenfolge empfangen wie gesendet werden. Das Verfahren zur Lösung dieses Problems nennt man Fluss-Kontrolle und die Lösung selbst ist die Ende-zu-Ende-Verbindung. Das bekannteste Verfahren ist: die Pakete erhalten Nummern, die modulo m durchgezählt werden. Damit kann die korrekte Reihenfolge wiederhergestellt werden, es muss nur sichergestellt sein, dass das Paket Nr. (n) nicht später ankommt als das Paket Nr. (n+m-2). Die Herstellung und Abwicklung der Ende-zu-Ende-Verbindung ist die klassische Aufgabe der Transportschicht im ISO-7-Schichtenmodell.
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