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Glossareintrag
Wissenserwerb
Glossar:13153
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Erläuterung
Unternehmen können auf den verschiedenen „Wissensmärkten“ fremdes Wissen erwerben. Es können mehrere Beschaffungsformen unterschieden werden. Der Erwerb des Wissens externer Wissensträger kann über klassische Rekrutierungsstrategien oder unter Einschaltung von Headhuntern oder Personalberatern erfolgen. Manche Experten bevorzugen eine freie und temporäre Mitarbeit, auch diese Varianten sollten in Betracht gezogen werden, um einen Experten „an Land zu ziehen“. Eine weitere Möglichkeit des Wissenserwerbs bietet sich mit der Nutzung der Wissensbasen anderer Organisationen durch Kooperationen, beispielsweise in Form von strategischen Allianzen. Die Kooperationspartner einigen sich dabei auf gemeinsame Ziele und nutzen die Ressourcen und/oder Absatzmärkte des anderen. Einen radikalere, gleichwohl nicht selten praktizierte Methode stellt die komplette Übernahme eines Unternehmens dar.
Der Erwerb von Stakeholderwissen ist ein weiterer Weg, um an Ideen und Verbesserungsvorschläge zu gelangen. Stakeholder sind alle Gruppen oder Individuen, die das Unternehmen beeinflussen können oder von diesem durch das Erreichen des Unternehmenszieles beeinflusst werden, z.B. Anteilseigner, Gewerkschaften, Lieferanten, Kunden, Wettbewerber, Banken und Versicherungen, der Staat, Nachbarn, Medien, aber auch einzelne Interessengruppen wie Umweltschutzgruppen. So können beispielsweise zum Erwerb des Wissens der eigenen Kundschaft Schlüsselkunden in den Entwicklungsprozess involviert werden. Des Weiteren bieten sich Kooperationen in Pilotprojekten an, wodurch ein frühzeitiges Lernen über Kundenbedürfnisse gefördert wird.

Die letzte hier beschriebene Variante ist der Erwerb von Software oder Patenten. Durch den Ankauf solcher „Wissenskonserven“ gelangt die Organisation allerdings nicht automatisch in den Besitz von organisatorischen Fähigkeiten. In der Praxis ist häufig der Ankauf von nicht integrationsfähigen Ressourcen zu beobachten. Die ausführliche Bedarfsanalyse und eine Gegenüberstellung mit den Eigenschaften des anvisierten Produktes im Vorfeld ist daher von besonderer Bedeutung. In der Regel wird das Potential von Software erst durch menschliches Handeln und eine sinnvolle Integration in die bestehende Wissensbasis realisiert.

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