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Glossareintrag
Explizites vs. Implizites Wissen
Glossar:13154
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Erläuterung
Die wohl am weitesten verbreitete Klassifikation von Wissen in der Wissensmanagementliteratur ist die Unterscheidung zwischen explizitem Wissen und “tacit knowledge” (Implizites Wissen). Explizites Wissen ist formaler Natur, kodifiziert oder jedenfalls formal artikulierbar, zum Beispiel in Form von grammatikalischen Aussagen, mathematischen Formeln, Spezifikationen, Handbüchern usw. Explizites Wissen kann daher leicht weitergegeben werden. Es ist diese Form von Wissen, auf der das Hauptaugenmerk der westlichen philosophischen Tradition liegt.

“Tacit knowledge” wird ins Deutsche meist als Implizites Wissen, verborgenes Wissen oder stillschweigendes Wissen übersetzt. Damit ist persönliches, an das Individuum gebundenes Wissen gemeint, das nicht oder zumindest nur schwer systematisch zu verarbeiten oder zu übermitteln ist. Darunter fallen zum Beispiel ein subjektiver Einblick oder ein subjektives Verständnis eines Themas, eine Intuition oder ein inneres Gefühl im Sinne eines Verdachtes. Implizites Wissen basiert auf individueller Erfahrung, persönlichen Vorstellungen, Glauben, Perspektiven, Weltanschauung, Idealen, Werten und Emotionen. Es besteht aus Können, Handlungsroutinen, Überzeugungen, Glaubenssätzen und geistigen Schemata.

Man kann zwischen einer technischen und einer kognitiven Dimension des impliziten Wissens unterscheiden. Die technische Dimension wird durch Know-how, durch informelle Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowohl im handwerklichen als auch im intellektuellen Sinne, gebildet. Die kognitive Dimension hingegen besteht aus unseren stillschweigenden Annahmen über die Welt:

“It consists of schemata, mental models, beliefs, and perceptions so ingrained that we take them for granted. The cognitive dimension of tacit knowledge reflects our image of reality (what is) and our vision for the future (what ought to be).” (I. Nonaka and H. Takeuchi. The Knowledge-Creating Company: How Japanese Companies Create the Dynamics of Innovation. Oxford University Press, New York, Oxford, 1995.).
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