Die Erfahrungen die beim Projekt Das Fraunhofer Knowledge Management Portal gesammelt wurden umfassen die Verwendung des XTM-Standards sowie die Identifikation, das Wiederauffinden, die Verteilung und die Modellierung von Wissen aber auch die Klassifikation von Wissenselementen uvm..
Sehr bewährt hat sich die Verwendung des XTM-Standards, da dieser leicht verständlich und mächtig genug ist, um das Wissen geeignet zu strukturieren. Bei der Anwendung des XTM-Standards hat sich gezeigt, dass die Identifikation des Wissens gut unterstützt wird und der Standard die Aufbereitung des Wissens für ein mögliches Wiederauffinden erleichtert. Deutlich wurde, auch dass XTM für die Verteilung des Wissens gut geeignet ist.
Von Vorteil erwies es sich, dass auch einige kommerzielle Tools den Datenaustausch via XTM ermöglichen und das Erstellen und Aufbereiten sowie den Im-/Export von Daten unterstützen.
Die Modellierung des Wissens, im KM-Portal umfasste dies die Abbildung von Typen in Topictypes und die Wissenszerlegung, dauerte sehr lange. Es hat sich gezeigt, dass gerade für die Wissensmodellierung sehr viel Zeit benötigt wird. Daher sollte bei der Planung des Zeitbudgets darauf geachtet werden, dass genügend Zeit für die Wissensmodellierung vorhanden ist. Das Wissensmodell stellt die Grundlage für die Benutzerakzeptanz dar, denn nur die erfolgreiche Suche im Wissensnetz, die von der Strukturierung des Wissens im System abhängt, führt zu einer positiven Bewertung durch den Benutzer.
Die Klassifikation von Wissen, das noch nicht als XML-basiertes Topicmap-Format vorliegt, kann wie die Modellierung von Wissen, sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Für das KM-Portal mussten die Informationen erst aus den Webseiten der Institute bzw. unterschiedlichen WORD- und EXCELL-Dateien aufbereitet werden, was sehr zeitintensiv war. Von Vorteil ist es, wenn die Informationen schon in einem transformierbaren Format vorliegen, z.B. XML.
Genauso wichtig für die Benutzerakzeptanz ist auch die Darstellungsform der gefundenen Information. Dabei hat sich beim KM-Portal gezeigt, dass sowohl die textuelle wie auch die grafische Visualisierung der Informationen wichtig ist. Gerade durch die persönliche Wählbarkeit der Darstellungsart im KM-Portal, konnten alle Benutzer gleichermaßen zufrieden gestellt werden. Natürlich hatte der eine oder andere unterschiedliche Vorlieben, so dass gerade die freie Wahl den Benutzer nicht bei der Suche behinderte.
Für die grafische Darstellung der Suchergebnisse wurde im KM-Portal VRML verwendet. Dabei hat sich gezeigt, dass es zu Performanceproblemen bei der 3D Darstellung kommen kann. Für die Darstellung von VRML im Webbrowser muss ein zusätzliches Webbrowser PlugIn heruntergeladen werden. Es hat sich gezeigt, dass dies eine recht hohe Einstiegshürde darstellt, die wenn möglich vermieden werden sollte.
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