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Verfahren
Messen nach der GQM-Methode
Prozessmuster:13800
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Ausgangssituation
Verbesserungs- oder Messziel ist definiert. Es soll mit quantitativen oder qualitativen Aussagen belegt werden. Es wurde entschieden nach der GQM-Methode vorzugehen.
Durchzuführender Prozess
Das Vorgehen ist nach dem zielgerichteten GQM-Ansatz ausgerichtet, hierbei steht GQM für Goal-Question-Metric und beschreibt die Top-Down-Vorgehensweise bei der Messplanung.
Der in Bild 1 dargestellte Rahmen aus Messplanung, Messinstrumentierung, Datensammlung und Datenanalyse beschreibt die wesentlichen Schritte, die durch eine Messinfrastruktur und das Messteam unterstützt werden müssen. Der Rahmen gibt einen Überblick über den Messprozess und seine Schnittstellen zu der Softwareentwicklung.
MessplanungInstrumentierungDatenerfassungDatenanalyseGQM-PlanMessverfahrenRohdatenMessergebnisseProzess-Übersicht zu GQM
Bild 1: Die Hauptelemente eines Messprogramms

Die Schnittstellen zwischen den in Bild 1 dargestellten Arbeitsschritten bestehen aus Produkten, die für die Messplanung und Ausführung gebraucht werden (siehe Bild 2).

Produkte in einem Messprogramm
Bild 2: Produkte in einem Messprogramm

Wie in Bild 2 gezeigt, wird für jedes Verbesserungsziel ein sogenanntes "Messziel" definiert. Um das Verständnis des Messziels zu erhöhen und es operationalisierbar zu machen, werden Fragen zu dem Messziel formuliert. Diese Fragen helfen ein Verständnis dafür zu bekommen, wann das Messziel erreicht ist. Die Beantwortung der Fragen dient der Zielüberprüfung.
Sind die Fragen definiert, können sie mit Hilfe von Indikatoren (Diagrammen) visualisiert werden. Dies erlaubt schon zu dem Zeitpunkt der Definition ein Gefühl dafür zu bekommen, wie letztendlich die Beantwortung (aufgrund der Messdaten meist ein Diagramm) der Frage aussehen wird. Zum Festhalten der Erwartungen und Einschätzungen bezüglich der Antwort auf die Frage, werden an dieser Stelle schon Hypothesen der Antworten (Messergebnisse) aufgestellt. Die Hypothesen können gut in die Indikatoren einfließen. Auf der Basis der Fragen werden letztendlich die Metriken - die tatsächlichen Messinhalte - bestimmt. Nun beginnt die eigentliche Datenerfassung: das Messen. Durch die sorgfältige Auswahl der Metriken wird sichergestellt, dass keine unnötigen Daten erhoben, nur wirklich relevante Antworten gegeben werden und somit auch keine unnötigen Kosten entstehen. Die Daten werden in Feedback-Sitzungen analysiert, um sie zu validieren, Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten und eventuell die Wirkung von Verbesserungsmaßnahmen zu kontrollieren.

Im zeitlichen Zusammenhang mit dem zugehörigen Software-Entwicklungsprozess sind drei Punkte zu beachten:
  1. Planung und Instrumentierung des Messprogramms wird bereits vor dem Entwicklungsprozess durchgeführt

  2. Datenanalyse und das Erstellen von Berichten erfolgt parallel zur Entwicklung (in Iterationen)

  3. Datenanalyse und Berichte reichen über den Entwicklungsprozess hinaus

Zeitliche Einbettung in den Entwicklungsprozess
Bild 3: Zeitliche Einbettung in den Software-Entwicklungsprozess

Weitere Navigation
Weiter zum ersten Schritt im Vorgehen, der Messplanung
Weiter zum nachgelagerten Schritt, der Nutzung von Messergebnissen
Zurück zum vorgelagerten Schritt, der Vorbereitung von einem Messprogramm
Ergebnis des Prozessmusters
Interpretierte Messergebnisse, Transparenz bzgl. des untersuchten Prozesses/Produkts.
Vor- und Nachteile des Prozessmusters
+ hohe Praxistauglichkeit
+ langjährige weltweite Anwendung und Erfahrung
Realisierte Aktivität
Durchführen von Software-Messungen zur Produkt/Prozessbewertung oder Prozessverbesserung
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