Partizipative Systementwicklung innerhalb von Organisationen betont oftmals die Notwendigkeit der umfassenden Entwicklung des sozio-technischen Gesamtsystems.
Die MUST-Methodik (MUST ist ein dänisches Akronym für Theorien und Methoden für Design) verdeutlicht dies anhand des 'Magischen Dreieckes' der gemeinsamen Weiterentwicklung des Technikeinsatzes, der Organisationsentwicklung und der Qualifizierung der Benutzer (siehe Abbildung).
Ko-Entwicklung von Technik, Organisation und Qualifizierung
MUST sieht sich dabei selbst als ein umfassendes und zusammenhängendes Regelwerk (einschließlich der Methoden) für die partizipative Systementwicklung (PD) in Organisationen. MUST geht auf Erfahrungen zurück, die anhand verschiedener Projekte in Dänemark und den USA gewonnen wurden. MUST ist also erfahrungsbasiert und praxisorientiert.
Die Methoden zielen auf eine enge Beteiligung von Benutzern und Managern und kombinieren Ethnographische Methoden zur Analyse mit Handlungsanleitungen zur gezielten Intervention.
Die MUST-Methodik besteht aus sechs allgemeinen Prinzipien (Die sechs MUST-Prinzipien) und 5 Handlungsschritten (Projektphasen und Aktivitäten in MUST), die eine stufenweise Zielfindung und Entscheidungssetzung ermöglichen. Sie spricht sowohl die Entwicklungsabteilungen an, die innerhalb von Organisationen entwickeln als auch externe Systemhäuser, die für wechselnde Kunden arbeiten.
MUST zielt auf den gesamten Entwicklungsprozess und schließt sowohl Design als auch (Re-)Organisation mit ein. Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig in der Phase der Systemanalyse und des Systementwurfs.