Eintrag kommentierenErfahrung zum Thema berichtenEintrag bewerten
Dieser Eintrag wurde im Schnitt mit 0 von 5 Punkten bewertet
Verfahren
Vorbereitung von einem Messprogramm
Prozessmuster:14587
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
Durchzuführender Prozess
Die Vorbereitung auf ein Messprogramm umfasst im wesentlichen zwei Schritte. Zum einen bedarf es einer Motivation mit dem Messen zu beginnen. Als zweites muss die Infrastruktur für das Messprogramm geschaffen werden.

Motivationen zum Messen
Konkrete Auslöser für Messprogramme können die Ergebnisse eines Assessments sein, in dem angestoßene Maßnahmen verfolgt und bewertet werden. Auch Software-Prozessverbesserungs-Initiativen (SPI) können Startpunkt von Messprogrammen sein. SPIs dienen dazu, die Qualität, Transparenz und Performance von Prozessen zu verstehen und zu verbessern. SPIs bedienen sich dabei vieler Werkzeuge. Zum Besipiel gibt es zur Reifebestimmung und Optimierung von Prozessen verschiedene Vorgehensmodelle, vor allem zu nennen sind das Capability Maturity Model (CMM) und SPICE (Software Process Improvement and Capability dEtermination; ISO TR 15504). Diese Vorgehensmodelle verwenden Prozessmetriken um einen Überblick zu bekommen, was in dem Prozess vor sich geht. Bei CMM wird zum Beispiel ab Level 4 das aktive Messen eingeführt. Dieses Messen bildet dann die Grundlage für die Steuerung des Prozesses.

Zum leichteren Verständnis wird eine Analogie aus dem täglichen Leben angeboten: Messen im Alltag oder 'Wie man den Bus bekommt?'

Wie soll gemessen werden? Auf diese Frage gibt es viele Antworten, wir wollen uns hier jedoch nur auf ‚zielorientiertes' Messen konzentrieren. Zielorientiert bedeutet, dass das Messen nicht Selbstzweck ist, sondern zur Erreichung eines (übergeordneten) Zieles dient - man weiß was warum gemessen wird.
Es werden systematisch und top-down - ausgehend von Geschäfts- oder Projektzielen - Verbesserungsziele definiert, von denen dann Messziele und damit das gesamte Messprogramm abgeleitet wird. Dahinter steht der Gedanke (und die Erfahrung), dass es in der Regel keine Menge von Metriken gibt, die für alle Organisationen und Projekte passen. Aus dieser Vorgehensweise leitet sich auch der Name der Methode ab: GQM - von den Zielen (Goals) über Fragen (Questions) zu den Metriken (Metrics).

Infrastruktur
Je nach Auslöser für Messprogramme ist auch das Einrichten der Infrastruktur sehr unterschiedlich. Im Rahmen der Umsetzung von den genannten Vorgehensmodellen, wird die Infrastruktur bereits durch die Modelle eingerichtet. In anderen Fällen muss das ohne unterstützende Vorgaben geschehen. Wir stellen kurz einige Kernpunkte dar, die bei dem Aufsetzen einer Mess-Infrastruktur zu beachten sind:
  • Die wichtigste Voraussetzung ist eine Unterstützung durch das Management. Aus Erfahrung darf gesagt werden, dass diese schriftlich vorliegen sollte. Wenn diese Unterstützung gegeben ist, können die nächsten Punkte in Angriff genommen werden.
  • Das Messprogramm braucht einen Leiter. Diese Person übernimmt die Projektleitung des Messprogramms.
  • Um die Projektleitung wird ein Team in angemessener Größe gebildet. Dabei geht es um die Personen, die die Aktivitäten innerhalb des Messprogramms ausführen (Workshop vorbereiten/leiten, Protokolle schreiben, Pläne erstellen, Fragebögen erstellen, Werkzeuge installieren, etc). Darüber hinaus werden zu einem kleineren Teil alle Betroffenen mit eingebunden.
  • Für das Mess-Team und das Messprogramm werden Ressourcen und ein ausreichendes Budget bereitgestellt.
  • Die Motivation, die Planung der Umsetzung und die Ziele für das Messprogramm werden festgehalten (dokumentiert).
Weiter zum nächsten Schritt: Messen nach der GQM-Methode
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
 Eintrag kommentieren 
 Eintrag bewerten 
 Erfahrung zum Thema berichten 
Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben.
 
Zum Seitenanfang Top Drucken Impressum AGB
Home

VSEK ©2001-2013