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Erfahrung
Erfahrungen mit Nachvollziehbarkeit
Erfahrung:15739
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Beschreibung der Erfahrung
Die Erfahrung eines internationalen Unternehmens zeigt, dass die Verwendung eines generischen, individuell anpassbaren Werkzeugs sehr große Vorteile für die Nachvollziehbarkeit bringt. Jedoch ist auch der Aufwand für die exakte Anpassung sehr hoch.

Ausgangssituation:
Die Anforderungen werden in mehreren Dokumenten beschrieben. Alle Anforderungen erhalten einen eindeutigen Identifikator. Die Nachvollziehbarkeit wird durch rückwärts gerichtete Verweise unter Verwendung der eindeutigen Identifikatoren der Anforderungen realisiert. Matrizen zur Darstellung von Abhängigkeiten existieren, werden jedoch manuell erstellt und gepflegt.

Einsatz eines Werkzeugs:
Zur Verbesserung der technischen Nachvollziehbarkeit sowie des Projektcontrollings wird der Einsatz eines Werkzeugs beschlossen. Die sehr großen Projekte und die sehr detaillierten, unternehmensspezifischen Prozesse führen zum Einsatz eines generisches Modellierungswerkzeugs anstatt eines bestehenden Anforderungs-Management-Werkzeugs. Die flexiblen Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten dieses Werkzeugs erlauben die individuelle Gestaltung der Funktionalität.
In dem Modellierungswerkzeug werden alle existierenden Informations- und Dokumenttypen abgebildet und ihre Abhängigkeiten untereinander spezifiziert. Die Arten der Beziehungen und Abhängigkeiten wurden selbst definiert und reflektieren dementsprechend in vollem Umfang die existierenden Entwicklungsprozesse.

Für jedes Projekt werden die Klassen entsprechend instanziiert und miteinander verbunden. Die Qualitätssicherung wird durch die Zuordnung von erforderlichen Dokumenten zu Meilensteinen unterstützt. Die Projektteilnehmer sind für die Eingabe und Pflege der Instanzen verantwortlich. Anhand der Stati der vorhandenen Dokument- und Informationsinstanzen lässt sich der Projektfortschritt sehr gut ablesen. Die automatische Erstellung verschiedener Berichte, u.a. auch mehrere Abhängigkeitsmatrizen, unterstützt in hohem Maße die Qualitätssicherung und das Änderungsmanagement.

Fazit:
Die individuelle Gestaltung eines generischen Werkzeugs ermöglicht eine präzise Anpassung der Nachvollziehbarkeit an die bestehende Unternehmenskultur und die eingesetzten Entwicklungsprozesse. Der Einsatz des Werkzeugs resultiert in einem stark verbesserten Änderungsmanagement und in einer verlässlicheren Darstellung des Projektfortschritts.
Diese Vorgehensweise erfordert jedoch einen sehr hohen Aufwand bzgl. der Anpassung des Werkzeugs und der Eingabe der Daten. Ein solcher Aufwand lässt sich lediglich in einem sehr großen Projektumfeld rechtfertigen, da hier der entstehende Nutzen ebenfalls sehr hoch ist.

Für kleine und mittlere Unternehmen liefern wahrscheinlich die existierenden, spezialisierten Anforderungs-Management-Werkzeuge ein besseres Aufwand/Nutzen-Verhältnis. Dennoch wäre auch für kleine und mittlere Unternehmen ein generisches und damit individuell anpassbares Werkzeug wünschenswert, welches bereits eine Menge von Standard-Anpassungen für unterschiedliche Anwendungssituationen (d.h. Unternehmensgrößen, Projektkulturen, Entwicklungsprozesse) mitbringt.
Studientypen
Einzelbeobachtung
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