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Erfahrung
Abnahmetest: Tipps / Best Practices
Erfahrung:17354
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Beschreibung der Erfahrung
Diese Seite gibt Tipps zur Verbesserung der Abnahme. Dabei wird allgemein auf den Abnahmetest eingegangen. Außerdem werden eine Liefergegenstandsliste und eine Möglichkeit zum Test der Handbücher vorgestellt. Abschließend wird eine Fehlerübersicht erklärt.

Allgemeines

Es ist wichtig, dass der Abnahmetest in der Betriebsumgebung stattfindet. Außerdem muss das System in betriebsbereitem Zustand sein. Der Abnahmetest wird vom Auftraggeber durchgeführt, der es mit seinen eigenen Testdaten testet.

Der Abnahmetest ist kein Integrationstest. Was den Integrationstest charakterisiert kann auf der Seite Integrationstest nachgelesen werden. Auch wird die Abnahme nicht mit der Übergabe vollzogen. Nach der Übergabe folgt meist ein Pilotbetrieb, der Teil des Abnahmetests ist, oder nach dem der Abnahmetest durchgeführt wird. (vgl. Abnahmeprozess)

Liefergegenstandscheckliste

Ein sehr einfacher aber oft vernachlässigter Test ist die Überprüfung der Liefergegenstände auf Vollständigkeit. Hierfür bieten sich Checklisten an, die gemeinsam mit den Abnahmekriterien zu Beginn des Projekts zusammengestellt werden sollten. Eine Checkliste sollte Identifikationsdaten und Informationen darüber enthalten, ob das Fehlen eines Prüfgegenstandes ein Abbruchkriterium (k.o.-Kriterium) für den Abnahmetest darstellt.

Eine mögliche Liefergegenstandscheckliste ist nachfolgend dargestellt.


Abbildung 1: Liefergegenstandscheckliste

Test der Handbücher

Zur Überprüfung der Handbücher und zum Test der Installation, Wartung und Benutzerakzeptanz bietet es sich an, den Anwender bzw. Administrator anhand der Dokumentation die Bedienung durchführen zu lassen. Dadurch kommen die späteren Nutzer bereits frühzeitig mit dem neuen System in Berührung. Die Dokumentation wird auf Verständlichkeit getestet und die Nutzerakzeptanz wird verifiziert. Da es oft sehr schwierig ist einen Fehler zu beschreiben, sollte der Auftragnehmer den Abnahmetest begleiten, um Defizite aufnehmen zu können.

Diese Vorgehensweise ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn die Software im Systemtest bereits ausführlich getestet wurde und der Akzeptanztest nicht Gefahr läuft zu scheitern, weil der Nutzer eine Vielzahl schwerwiegender Fehler aufdeckt.

Fehlerübersicht

In einer Tabelle werden die Fehler mit der entsprechenden Fehlerklasse erfasst. Die Fehlerklasse kann dazu genutzt werden die schwersten Fehler zu identifizieren, um sie so schnell wie möglich beseitigten zu können. (siehe auch Abnahmeprotokoll)

Die Klassifikation der Fehler muss vertraglich fixiert sein. Dabei ist auch festzuhalten, was zum Scheitern der Abnahme führt. Eine mögliche Fehlerklassifikation könnte folgendermaßen aussehen:

  • abnahmehinderliche Fehler: Wesentliche Teile, die für den Betrieb und die Nutzung des Systems erforderlich sind, können nicht verwendet werden. Die Abnahme kann verweigert werden.
  • schwere Fehler: Wesentliche Teile des Systems, die nicht zwingend zum Betrieb, aber zur Nutzung des Systems notwendig sind, sind nicht nutzbar. Ein Betrieb des Systems ist eingeschränkt möglich. Es dürfen maximal 3 Fehler dieser Art auftreten. Andernfalls kann die Abnahme verweigert werden.
  • mittlere Fehler: Teile des Systems, die unmittelbar weder für den Betrieb noch für die Nutzung des Systems notwendig sind, können nicht verwendet werden. Ein Betrieb und die Nutzung des Systems sind mit geringen Einschränkungen möglich. Es dürfen maximal 10 Fehler dieser Art auftreten. Andernfalls kann die Abnahme verweigert werden.
  • leichte Fehler: Es sind Mängel in der Darstellung, im Layout oder in der Dokumentation enthalten. Es dürfen nicht mehr als 30 Fehler dieser Art auftreten. Andernfalls kann die Abnahme verweigert werden.
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