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 | |  |  | | Beschreibung |  | Der Abnahmeplan entspricht in wesentlichen Teilen dem Testplan. Um einen möglichst großen Nutzen zu erhalten, werden im Abnahmeplan alle Tätigkeiten im Voraus geplant und schriftlich fixiert. Deshalb muss der Abnahmeplan bereits bei Projektbeginn im Zuge der Projektplanung erstellt werden.
Je nach Vertragsgestaltung sollten verschiedene Aspekte des Abnahmeplans (Verantwortlichkeiten, Artefakte, Vorgehen, etc.) Bestandteil des Vertrages sein oder direkt nach Vertragsabschluss vereinbart werden. Im letzteren Fall muss jedoch mindestens die Vereinbarung einer Abnahme im Vertrag geregelt sein (siehe Rechtliche Aspekte der Abnahme).
Auch wenn auf den Testplan verwiesen wird, so ist die Struktur des Abnahmeplans ggf. den jeweiligen Ansprüchen des Projekts anzupassen.
Außerdem sind einige Besonderheiten in Bezug auf die Abnahme zu berücksichtigen. Folgende Aspekte sollten deshalb in den Abnahmeplan einfließen:
Angemessenheit und Passfähigkeit auf die Anforderungen
Der Abnahmeplan soll letztlich sicherstellen, dass nur sinnvolle Tests zur Prüfung der Anforderungen durchgeführt werden, um aussagekräftige Resultate liefern zu können. So kann zum Beispiel die Äquivalenzklassenmethode zur Minimierung des Aufwands eingesetzt werden, um die Abnahmetests möglichst effizient durchführen zu können (siehe auch Testfallreduktion und Äquivalenzklassenmethode für mehrere Eingabeparameter).
Ebenfalls ist zu gewährleisten, dass das System so übergeben wird, dass es der Auftraggeber den Vertragsbedingungen entsprechend nutzen kann.
Umfang und Art der abzunehmenden Artefakte
Entsprechend der Vertragsbedingungen sind verschiedene Artefakte bei der Abnahme zu überprüfen. Dies betrifft vor allem die Dokumentation und den Quellcode. Ist zum Beispiel vereinbart worden, dass der Auftraggeber das System weiterentwickelt, so muss der Quellcode entsprechend gut lesbar und erweiterbar sein. Ein anderes Beispiel wäre, wenn der Auftraggeber selbst die Administration des Systems übernimmt. In diesem Fall ist eine ausführlichere Dokumentation zu liefern, als wenn der Auftragnehmer für die spätere Administration verantwortlich ist.
Weitere Artefakte könnten z.B.:
- die Lieferung und Installation von Hardware,
- die Durchführung von Schulungen,
- der Nachweis von QS-Maßnahmen oder
- die Durchführung eines Generierungstests (falls der Quellcode mitgeliefert werden soll) sein.
Fazit
Im Abnahmeplan sind nicht nur die Funktionalität und Akzeptanz des Systems zu planen. Es muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass auch nichtfunktionale Anforderungen, die vielfach mit dem Betrieb und der Fortentwicklung des Systems zusammen hängen, überprüft werden und dass die Abnahme effizient zu aussagekräftigen Ergebnissen führt. |  |
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