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Verfahren
Abbildung auf konzeptionelle(s) Modell(e)
Methode/Technik:19215
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Beschreibung
Bei der Modellierung stellt sich natürlich immer sofort die Frage, wie genau der Abbildungsprozess erfolgen muss bzw. welchen Aufwand man dafür veranschlagen muss. Hierfür gibt es einen einfachen und bekannten Leitsatz:

"So einfach wie möglich, so genau wie nötig."

Dieser Satz mag trivial klingen, stellt aber das grundlegende Problem bei der Modellierung dar: Zu erkennen, was bei der Modellierung berücksichtigt werden muss und welche Details unwesentlich für die Fragestellung sind, ist die Kunst bei der Modellierung. Unwesentliche Details machen Modelle unübersichtlich und erhöhen die Fehlerwahrscheinlichkeit.

Der Abbildungsprozess ist immer auch unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher und technischer Randbedingungen zu sehen:

  • Zeit: Die Innovationszyklen werden in der heutigen globalisierten Welt immer kürzer. Es ist gut, mit einem ausgereiften Produkt auf den Markt zu gehen, dazu soll ja die Modellierung beitragen. Überleben wird aber nur der, der dies vor den anderen tut (Time to market).
  • Kostenrahmen: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss immer angemessen sein.
  • Rechenkapazität: Die Leistungsfähigkeit von Ablaufsystemen für die Modelle ist immer begrenzt, sowohl von der Seite der Rechengeschwindigkeit als auch von der Seite der verfügbaren Hauptspeicherkapazität.
Im Kern ergeben sich drei Aufgaben bei der Erstellung des konzeptionellen Modells

  • Modellierung des zu untersuchenden Systems
  • Modellierung der Systemlast (nicht bei allen Systemen)
  • Modellierung der Fragestellung an das Modell
Die Wahl der Modellierungsmethode stellt die erste Abstraktion im Modellierungsprozeß dar. Es ist wichtig, daß hier keine unnötigen Restriktionen in Kauf genommen werden müssen. Wenn zum Beispiel Werkzeugmaschinen und Förderbänder untersucht werden sollen, können diskrete Transaktionen als Modellierungsgrundlage sinnvoll sein. Bei verteilten Programmen sind jedoch komplexe Algorithmen abzubilden, so daß hier eine prozeßorientierte Modellierung geeignet ist. Im Gegensatz hierzu ist etwa für kontinuierliche Vorgänge in der Regel die Beschreibung durch Differentialgleichungen eine angemessene Methode. Bei der Beschreibung der Modelle von komplexen Rechensystemen hat sich der objektorientierte Ansatz als sehr günstig erwiesen. Hier kann die vorhandene Dualität zwischen Systemsicht und Modellsicht weitgehend erhalten bleiben. Objekte der realen Welt finden sich als Modellobjekte wieder.

Systeme stellen über ihre Systemfunktion Dienstleistungen für andere Systeme bereit. Ein Beispiel dafür wäre ein Kommunikationssystem, das den Informationsaustausch zwischen den angeschalteten Teilnehmern ermöglichen soll. Bei der Systemanalyse ist unter anderem zu untersuchen, wie gut diese Dienstleistungen von der Systemfunktion erbracht werden. Darüberhinaus ist zu untersuchen, wie sich das System bei der Erfüllung dieser Dienstleistungen verhält. Es besteht daher die Notwendigkeit, Systeme stimulieren zu können, indem man über simulierte Aufträge diese Dienstleistungen abfordert. Man bezeichnet dies als Systemlast. Der Aufwand für die Modellierung der Systemlast wird im allgemeinen unterschätzt, dabei ist das Auffinden und Modellieren einer repräsentativen Systemlast der mit Abstand schwierigste und kritischste Teil der Systemanalyse.

Die Fragestellung wird beim modellbasierten Vorgehen auf Modellparameter und Modellmessstellen abgebildet
  • Modellparameter sind die Variablen des Modells, die in den Experimenten verändert werden sollen,
  • Modellmessstellen sind die Stellen, an denen das System beoachtet werden soll.
Die oben aufgeführten Randbedingungen zeigen, dass die Modellerstellungsphase ein hohes Mass an Erfahrung von demjenigen erfordert, der mit dieser Aufgabe betraut wird.
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