Projektmanagement bei der Entwicklung kritischer Systeme
Eintrags-ID: 22430
Das Fraunhofer-Institut Informations- und Datenverarbeitung IITB, Karlsruhe hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft f?ur Projektmanagement GPM, Nürnberg eine empirische Erhebung zum Thema ”Projektmanagement bei der Entwicklung kritischer Systeme“ durchgeführt. Diese Erhebung wurde im Rahmen des ViSEK-Projektes iniziiert. Ziel des Virtuellen Software-Engineering-Kompetenzzentrums (ViSEK) ist es, den Unternehmen einen einfachen Zugriff auf Know-how und Erkenntnisse in der Software-Entwicklung zu geben. Der Fragebogen richtete sich speziell an Projektleiter in Unternehmen, die sich mit der Softwareentwicklung kritischer Systeme befassen. Der Fokus der Umfrage lag hierbei auf
  • dem Standardisierungsgrad des Entwicklungsprozesses,
  • der Verwendung von Softwaretools zur Unterst?utzung des Projektmanagements und
  • dem Grad der Involvierung der am Projektmanagement beteiligten Parteien.

Mit Hilfe der Informationen zu diesen drei Bereichen konnten die Stärken der Unternehmen, die bisher eingesetzten Standards und potentiellen Ansatzpunkte zur Verbesserung des Entwicklungsprozesses erkannt werden.
Unter anderem wurde gezeigt, dass sequentielle Prozessmodelle wie das Wasserfallmodell nach wie vor stark zum Einsatz kommen. Immerhin 94% der Befragten greifen entweder auf eines der erwähnten Prozessmodelle, Templates oder Toll Gates zurück. Der Standardisierungsgrad ist somit als hoch einzustufen.
Erfahrungswerte dominieren zwar bei der Aufwandsabschätzung, sind aber offenbar nur über Personen mit entsprechendem Background zugänglich. Des weiteren kommen Projektmanagement-Software und deren Features zwar in vielen Facetten zum Einsatz, werden aber nicht in ihrem vollen funktionalen Umfang genutzt. In manchen Bereichen wird aber durchaus noch Entwicklungsbedarf gesehen.
Erwartungsgemäß ist die hauptsächlich in das Projektmanagement involvierte Ebene die operative bzw. die Projektebene. Ein regelmäßiges Reporting bis auf Portfoliomanagementebene wird nur von circa einem Drittel der Befragten vollzogen. Eine Einbeziehung der oberen Ebenen scheint also eher zu bestimmten Zeitpunkten im Projekt oder beim Auftreten von Ausnahmesituationen stattzufinden.
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