Die ISO formuliert die Ziele des Konfigurationsmanagements wie folgt:
"Hauptziel von KM ist, die gegenwärtige Konfiguration eines Produkts sowie den Stand der Erfüllung seiner physischen und funktionellen Forderungen zu dokumentieren und volle Transparenz herzustellen. Ein weiteres Ziel ist, daß [!] jeder am Projekt Mitwirkende zu jeder Zeit des Produktlebenslaufs die richtige und zutreffende Dokumentation verwendet" ( ISO 10007).
Aus diesen Zielen lassen sich weitere Zielstellungen des Konfigurationsmanagements ableiten:
Zurückverfolgbarkeit und Wiederherstellbarkeit sämtlicher Elemente sicherstellen, die vom Konfigurationsmanagement verwaltet werden. Außerdem soll die Sicherung ganzer Entwicklungsstände des Systems ermöglicht werden, die jeweils nur eine spezielle Version jedes Elements enthalten.
Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen für eine Änderung gewährleisten.
Letztlich haben die meisten KM-Maßnahmen das Ziel die Kommunikation unter den Projektbeteiligten zu verbessern. Jeder soll wissen: Was ist aktuell. Wie und warum kam es dazu.
Weitere Anforderungen an das Konfigurationsmanagement, die sich aus der Praxis der Softwareentwicklung ergeben, sind u.a.:
Arbeit mehrerer Personen an ein und demselben Element bewerkstelligen, ohne dass die Änderungen der Personen an dem Element verloren gehen.
Unterstützung paralleler Entwicklung mittels paralleler Konfigurationsvarianten garantieren und entsprechender Verwaltung dieser Varianten.
Um die an das Konfigurationsmanagement gestellten Ziele und Forderungen zu erreichen, reicht im Allgmeinen die bloße Verwendung eines Werkzeugs zur Versionsverwaltung nicht aus, sondern es ist meist eine differenzierte Organisation und Planung von Nöten.
Zur Umsetzung der KM-Ziele wurden verschiedene Normen verabschiedet, die auf dieser Seite überblicksartig dargestellt sind.
Außerdem bieten verschiedene Vorgehensmodelle Umsetzungsmöglichkeiten zur Verwirklichung der KM-Ziele.