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Arbeitsmaterialien
KM-Plan
Komponente:22729
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Beschreibung der Komponente
Das wichtigste Planungsinstrument des Konfigurationsmanagements ist der Konfigurationsmanagementplan, kurz KM-Plan genannt.

Der KM-Plan definiert die anzuwendenden KM-Verfahren, um ein einheitliches jederzeit nachvollziehbares Vorgehen im Projekt gewährleisten zu können. Dies bietet die Möglichkeit, Fehler rückgängig zu machen und gestaltet die getroffenen Entscheidungen transparenter.

Inhalt des KM-Plans

Prinzipiell umfasst der idealtypische KM-Plan sechs Abschnitte, die im weiteren Verlauf kurz dargestellt werden (vgl. Literatur IEEE Std 828-1998):
  1. Einleitung

  2. Management

  3. Aktivitäten

  4. Zeitplanung

  5. Ressourcen

  6. Pflege

In einer Einleitung wird der Zweck des Plans sowie der Rahmen der zu entwickelnden Applikation beschrieben. Des Weiteren sind Schlüsselbegriffe für die Anwendung sowie Referenzen anzugeben.

Im zweiten Abschnitt KM-Management ist das WER zu klären. Dazu sind Verantwortliche zu identifizieren und die Befugnisse zur Erfüllung der geplanten Aktivitäten festzulegen. Dies muss für alle Bereiche der Organisation, die entsprechend einzubinden sind, erfolgen. Weiterhin sind anzuwendende Vorschriften anzugeben.

WAS diese geplanten Aktivitäten umfassen, ist im dritten Abschnitt KM-Aktivitäten darzulegen. Hierbei sind Angaben zur Konfigurationsidentifizierung, -überwachung, -buchführung, sowie zu Audits, zur Schnittstellenverwaltung und zur Unterauftragnehmerkontrolle zu machen.

Anschließend ist im vierten Abschnitt KM-Zeitplanung, das WANN, festzuhalten. Dabei ist die zeitliche Abfolge der KM-Aktivitäten niederzuschreiben. Zusätzlich sind Koordinierungserfordernisse der KM-Aktivitäten untereinander zu identifizieren.

Festlegungen über das WIE werden im fünften Abschnitt KM-Ressourcen niedergeschrieben. Das bedeutet, dass in diesem Teil die für die Durchführung benötigten Werkzeuge, Material und Personal anzugeben sind.

Abschließend ist im sechsten Abschnitt KM-Plan-Pflege darzulegen, wie der KM-Plan während der Projektdurchführung aktuell gehalten werden soll. Dazu sind Fragen bezüglich der Verantwortlichkeiten für die Überwachung des Plans, des Intervalls für die Aktualisierung, der Bewertung sowie Bewilligung von Änderungen im Plan und die Durchführung und Kommunikation dieser Änderungen zu klären.

Empfehlenswert ist der Verweis auf die in der Organisation/im Unternehmen verwendeten Abläufe, sofern diese standardisiert sind. Bei sehr großen Projekten, die mehrere Teams umfassen, sollte jedes seinen eigenen Plan erstellen und ihn mit den anderen Teams abstimmen.

Weiterhin ist in vielen Fällen eine Abstimmung des KM-Plans mit anderen Planungsdokumenten u. a. aus der Projektplanung notwendig (z. B. Zeit- und Ressourcenplanung). Bei der Abstimmung dieser Dokumente sollte darauf geachtet werden, dass sich die Planungsinformationen leicht und konsistent aktualisieren lassen.

Anpassung eines standardisierten KM-Plans

Sollte im Unternehmen ein standardisierter KM-Plan zur Verfügung stehen, ist es in den meisten Fällen sinnvoll diesen den jeweiligen Erfordernissen des Projekts anzupassen (Glossar Tailoring).
Werden bestimmte im Standard-KM-Plan vorgeschriebene Inhalte nicht benötigt, z. B. die Kontrolle von Unterauftragnehmern, würde es lediglich Arbeit machen diese Inhalte zu erstellen, aber keinen Nutzen bringen. In diesem Fall sollte der KM-Plan um die Unterauftragnehmerkontrolle erleichtert werden.
Andererseits können Bedarfe im Projekt bestehen, denen der Standard-KM-Plan nicht gerecht wird, z. B. dass ein Verfahren für Gespräche mit Kunden vorgeschrieben werden muss. Dann sollte der KM-Plan für das Projekt erweitert werden.

Bei allen Anpassungen ist jedoch zu beachten, dass Aussagen zu den sechs Punkten Einleitung, Management, Aktivitäten, Zeitplanung, Ressourcen und Pflege erhalten bleiben.

Eine ausführlichere Gliederung des KM-Plans ist im Literatur CMBoK zu finden. Ein Link direkt auf den Abschnitt zum KM-Plan befindet sich hier.
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