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Verfahren
Die einzelnen Schritte zur Einführung von KM-Verfahren
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Auf dieser Seite werden die auf der Seite Leitfaden zur Einführung von KM-Verfahren erwähnten Schritte genauer beschrieben.

1. Verwaltung der Konfigurationselemente

Am Anfang jedes Konfigurationsmanagements steht die Versionsverwaltung (z. B. CVS). Dieses Werkzeug trägt dafür Sorge, dass sämtliche Versionen aller Konfigurationselemente gesichert werden und wieder herstellbar sind. Für die Arbeit mit der Versionsverwaltung sollten Regeln zum Ein- und Auschecken von Dokumenten sowie für die Dokumentation von Änderungen festgelegt werden.
Die Produktstruktur ist ein weiteres notwendiges Element. Sie wird durch die Ablage der Dokumente in der Versionsverwaltung festgelegt und sollte den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend festgelegt werden
Die Einteilung in Konfigurationseinheiten wird ebenfalls durch die Nutzung einer Versionsverwaltungssoftware bewerkstelligt. Jedes in der Versionsverwaltung befindliche Dokument ist ein Konfigurationselement.
Ferner ist das Nummerierungsschema eine notwendige Voraussetzung. In der Regel unterwirft die Versionsverwaltung alle Konfigurationselemente seinem eigenen Nummerierungsschema. Es sollte in späteren Schritten je nach Bedarf abgewandelt und an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden.
Eine Versionsverwaltung sollte weiterhin Versionszweige (Branche) anlegen und einzelne Entwicklungsstränge wieder zusammenführen (Merge) können. Die Techniken des Branch/Merge sollten in den Entwicklungsteams beherrscht und eingeübt sein und es sollten Regeln für das Erstellen von Branches aufgestellt werden.
Weiterhin stellen Versionsverwaltungen in der Regel die Möglichkeit zur Verfügung Bezugskonfigurationen anzulegen (Freeze, Release, Tag, o. Ä.), was für spätere Schritte unabdingbar ist.
Das Gleiche gilt für Zugriffsrechte, die auch in einem derartigen Werkzeug geregelt werden können und müssen.

2. Änderungs- und Fehlermanagement

In diesem Schritt wird die Überwachung der Konfiguration, also die Aufzeichnung und Dokumentation aller Änderungen und die Nachverfolgung von Fehlern während der Softwareentwicklung, eingeführt (z. B. Bugzilla). Dafür sollte eine entsprechende Änderungsmanagementsoftware verwendet werden.

Hierzu sollte die bereits eingerichtete Versionsverwaltung in der Lage sein, Konfigurationsstände zu benennen (Tags, Checkpoints), sowie Branches berücksichtigen.

3. Releasemanagement und Deployment

Ziel dieses Schrittes ist es die Regelung von Produktfreigaben, das Erstellen von Releases sowie Builds, als auch die Verteilung der Software einzuführen. Projektabhängig wird jedes Unternehmen andere Prioritäten setzen. Grundsätzlich sollte der Mechanismus zum Erstellen von Softwarereleases und –patches weitestgehend automatisiert und die Ergebnisse gut dokumentiert sein. Unabhängig vom Projekt/Unternehmen sollten jedoch nach Abschluss dieses Schrittes alle Aktivitäten umgesetzt sein.
Zum Durchführen dieses Schrittes sind die in den vorangegangenen Schritten eingerichteten Werkzeuge notwendig und tragen zur Bewältigung der Aufgaben bei.

4. Audits und Berichte

Mit dem vierten Schritt werden Audits zum Prüfen der Ergebnisse (Programme, Dokumentationen) und der durchgeführten Aktivitäten eingeführt. Weiterhin sollte mit der Anfertigung von Berichten begonnen werden. Dies geschieht nach der Etablierung des Änderungsmanagements sowie des Releasemanagements und Deployments quasi nebenbei und kann werkzeuggestützt auf "Knopfdruck" erfolgen.

5. KM-Prozess-Management

Im letzten Schritt werden die Konfigurationsmanagementprozesse (ggf. werkzeuggestützt) verwaltet und beispielsweise über ein Kennzahlensystem gesteuert. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Konfigurationsmanagementprozesse.
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