Das Knowledge Management (KM)-Portal ist eine Wissensmanagement-Plattform auf der Basis von Topic Maps.
Wissensmanagement wird von vielen Unternehmen als strategisches Vorhaben erkannt und gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Gründe dafür sind die tägliche Überflutung der Mitarbeiter mit Informationen auf der einen Seite und der wachsenden Einfluss von richtigen und schnellen Entscheidungen auf der anderen Seite.
Die Fraunhofer Gesellschaft als weltweit agierendes Kompetenznetz ist ein wissensintensives Unternehmen und daher vom Produktionsfaktor Wissen mit seinen Ausprägungen Qualifikation, Kompetenz und Fähigkeiten abhängig.
Wissensmanagement soll helfen, Wissen zu bündeln, zu strukturieren, weiterzuentwickeln und es zur richtigen Zeit am richtigen Ort für Entscheidungen zur Verfügung zu stellen.
Das Fusions-Projekt „Knowledge Management Portal“ wurde initiiert, um eine technische Plattform zur Etablierung von Kundenkontakten zu schaffen. Die Kunden aus verschiedensten Branchen sollen gezielt mit den Inhalten angesprochen werden und zu Lösungen der beteiligten Institute geführt werden.
Neben der Bereitstellung von Werkzeugen für die Ablage, Bearbeitung und Präsentation von Wissenselementen wurde eine Methode zur Strukturierung des in der FhG existierenden Wissens entwickelt.
Strukturierung des Wissens Für die Konzeption der Methode zur Strukturierung und Navigation von Wissen wurden Konzepte des Knowledge Engineerings herangezogen. Intention der Projektpartner war es, nach Usability-Kritierien und Aspekten der Visuellen Kommunikation dem Nutzer des KM-Portals einen möglichst intuitiven Zugang zu den visualisierten Wissenskarten zu ermöglichen.
Für den Autorenprozess des Erstellens einer Wissenskarte wurde ein Wissensmodell ausgearbeitet, das die Zuordnung einzelner Informationsobjekte (sog. Topics) zu Kategorien (sog. Topic Typen) zulässt. Die Wissensstrukturierung basiert auf dem Konzept der Semantischen Netze und ermöglicht eine semantische Beschreibung der Relationen einzelner Topics untereinander. Mitarbeiter können in der Autorenumgebung ihre Themenkataloge strukturieren und die Domäne semantisch qualifizieren.
Im Wissensmodell werden die Innen- und Außensicht der Fraunhofer Gesellschaft beschrieben.
Die Innensicht der Fraunhofer Gesellschaft wurde in Informationen thematischer und infrastruktureller Art unterteilt, was die Repräsentation der Institute, Abteilungen sowie Mitarbeiter mit ihren einzelnen Fachgebieten und Forschungsschwerpunkten erlaubt. Zur Darstellung der FhG-internen Themenschwerpunkte wurden die Forschungsgebiete und -themen gemäß den Fachsystematiken einzelner Forschungsbereiche herangezogen.
Für die Außensicht wurde der Branchenkatalog nach den genormten Klassifikationsschemata Electronic Access Code (EAC), Nace-Code und der jüngst erweiterten Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2003) modelliert.
Das Wissensmodell von Fraunhofer FIRST/IGD beschreibt die Abbildung der Innensicht der Fraunhofer Gesellschaft auf eine branchenspezifische Außensicht. Ziel der Navigation auf diesem Modell war es, dass externe Anfragen aus der Industrie zielgerichtet zu den speziellen Anwendungs- und Forschungsgebieten im FhG-Verbund führen. Das Wissensmodell beschreibt mittels dieser Ontologie den Zusammenhang von Innen- und Außensicht.
Die Topic Map Engine Auf der Basis des internationalen Standards XML Topic Maps wurde eine Software-Komponente zur Verwaltung von Wissenselementen – so genannten Topics – und deren Beziehungen untereinander: eine Topic Map Engine entwickelt. Sie erlaubt die persistente Ablage und Konstruktion von XTM Dokumenten.
Anzahl der Teammitglieder
5
Erfahrung der Teammitglieder
Informatiker mit Projekterfahrung, Medien-Wissenschaftler