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Verfahren
UML 1.x Klassendiagramme
Methode/Technik:2575
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Beschreibung
Die erste Abbildung zeigt ein Klassendiagramm zur Modellierung der Daten im Produktionsprozess. Als zentrales Konzept wurde eine Klasse Teil eingeführt, die vier Subklassen A, B, C und D besitzt. Die gemeinsame Oberklasse Teil erlaubt die Modellierung gemeinsamer Eigenschaften der Teile, wie die Verwendung im Produktionsprozess oder die gemeinsame Speicherbarkeit in einem Lager.

bild2teileganzes

Ein Klassendiagramm sollte sich auf wesentliche Aspekte konzentrieren und in sich geschlossen sein. Deshalb sind mehrere Klassendiagramme zur Modellierung unter­schiedlicher Systemteile sinnvoll. In der zweiten Abbildung wird eine Lagerverwaltung modelliert. In ihr wird eine geordnete Menge von Teilen einem Lager zugeordnet. Jedes Teil kann in nur einem Lager abgelegt sein.

bild3teilelager

Wesentliche Kernkonzepte der Klassendiagramme sind Klassen, Assoziationen und Vererbungsbeziehungen. Eine Klasse modelliert eine konzeptuelle Einheit und wird durch ihren Namen, eine Liste von Operationen (synonym: Methoden) und eine Liste von Attributen beschrieben. Im Beispiel sind in der Klasse Lager einige Operationen zur Verwaltung von Teilen definiert (Holen, Einbringen und Abfrage, ob eines vorhanden ist). Ein Merkmal einer Klasse ist die Fähigkeit zur wiederholten Instantiierung: Objekte bilden zur Laufzeit des Systems ein software­technisches Abbild des Produktionsprozesses, weil zum Beispiel jedes Objekt der Klasse „D“ ein entsprechendes Teil in der Produktion repräsentiert.

Eine Assoziation beschreibt eine Beziehung zwischen Klassen bzw. deren Objekten. Die Assoziation in der zweiten Abbildung modelliert, dass ein Lager beliebig viele Teile enthalten kann (Multiplicity „*“), diese jedoch geordnet aufgehoben werden. Umgekehrt kann sich ein Teil in höchstens einem Lager befinden (Multiplicity „0-1“). Pfeil­richtungen werden vor allem in der Implementie­rungs­phase interessant, denn sie beschreiben, in welcher Richtung ein Zugriff möglich ist, spiegeln aber kein Konzept der modellierten Realität wider.
Die dargestellte Assoziation modelliert die Lagerhaltung. Für den speziell ausgezeichneten Greifplatz wurde das Attribut „greifplatz“ angelegt, auf das über die Methode „gib­Teil()“ zugegriffen werden kann. Diese Methode wurde eingeführt, weil das Lager bei Abholen eines Teils weitere Aufgaben (z.B. Auffüllen des Greifplatzes) durch­führen muss und daher eine direkte Abholung durch Ausle­sen des Attributs nicht zugelassen wird.

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