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Verfahren
UML-RT Erweiterungen
Methode/Technik:2605
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Beschreibung
Für die Echtzeiterweiterung der UML liegt bereits ein Vorschlag von namhaften Werkzeugherstellern vor, die ihre derzeit unterstützten Dialekte in einem gemein­sa­men Ansatz integrieren wollen. Dieser Vorschlag lässt noch viele Freiheiten für die Unterstützung der Modellierung durch Werkzeuge, identi­fiziert jedoch drei wesentliche Konzepte, die in die UML einfließen sollen:
  • Resourcen und Quality of Service Attribute
  • Zeitkonzepte
  • Scheduling
Wesentliche nicht­funk­tionale Anforderungen in techni­schen Anwendungen an Ressourcen wie Kompo­nenten und Kommunikationskanäle werden mittels Quality of Service (QoS) Attributen definiert. Diese können als UML-Stereotypen den betreffenden Modellie­rungs­elemen­ten zugeordnet werden. Solche Mechanismen bieten zunächst keine Garantie für die Einhaltung von Qualitäts­merkmalen, sondern stellen ein Mittel der Anfor­de­rungs­dokumentation dar.

Für das wichtigste QoS-Attribut - Echtzeitfähigkeit - sind zwei Zeitmodelle vorgesehen: Kontinuierliche (beliebig genaue) Zeit und ein für Softwareanwendungen häufig gebrauchtes gröberes, diskretes Zeitmodell. Um Echtzeit­bezüge in Modellen auszudrücken, stehen Uhren und Timer zur Verfügung. Timer sind rücksetzbare Uhren, die (wie ein Wecker) Signale absetzen können.
Für die Darstellung von Leistungsanforderungen wird in über die explizite Modellierung von Scheduling-Strate­gien mit der UML diskutiert. Diese sind allerdings stark von der Implementierungsplattform abhängig. Ihre Einbe­ziehung in die UML steht deshalb im Widerspruch zum Ziel einer möglichst allgemeinen Modellierungs­sprache. Wir gehen deshalb auf Scheduling-Strategien nicht weiter ein.

Umsetzung der Konzepte in UML-RT
UML-RT bietet konkrete Erweiterungen der UML an, die sich unmittelbar in die oben diskutierten Konzepte einord­nen lassen: Im Mittelpunkt stehen Elemente zur Beschrei­bung der Architektur eines Systems, insbeson­dere zur Darstellung hierarchischer Komponenten­struk­turen und Kommunikationsbeziehung­en. Beide Aspekte werden in Capsule Diagrammen dargestellt. Zur Modellie­rung von Zeit stehen Uhren und Timer zur Ver­fügung. Scheduling-Strategien können mittels Priori­täten für Nach­richten beeinflusst werden, allerdings fehlt hier ein verbindliches mathematisches Modell.

UML-RT stellt in dieser Form einen Vorschlag dar, der die wesentlichen Ziele der Standardisierung durch die OMG umsetzt. Allerdings ist die Ausgestaltung des Standards ein von vielen, auch kommerziellen, Inte­res­sen abhängiger Prozess, der noch nicht abgeschlos­sen ist.
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