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Verfahren
MDA: Integration und Interoperabilität
Methode/Technik:26269
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Beschreibung
Der wirtschaftliche Erfolg vieler Unternehmen korreliert häufig mit der zuverlässigen Abbildung und Unterstützung der Geschäftsprozesse durch die eingesetzten IT-Systeme. Hierfür sind viele Unternehmen bestrebt, ihre bestehenden Systeme auf Geschäftsprozessebene miteinander zu verbinden. Ein neu entwickeltes System wird dabei in der Regel nicht isoliert für sich alleine betrieben, sondern muss in eine vorhandene Systemlandschaft integriert werden. Dies betrifft sowohl die Lauffähigkeit auf der technologischen Basis (Hardware, Betriebssysteme, Glossar Middleware etc.) als auch die Konnektivität mit bereits vorhandenen Systemen (Glossar Legacy Systems).

Die Integration neuer Softwaresysteme erweist sich jedoch als Herausforderung, da die gegenwärtige IT-Infrastruktur in der Regel über Jahre gewachsen ist und die einzelnen Anwendungssysteme auf verschiedenen Softwaretechnologien basieren. Ein Großteil des Entwicklungsaufwands entfällt auf die Anpassung auf eine bestimmte Zielplattform bzw. Systemumgebung. Viele Unternehmen verwenden bereits heutzutage dreiviertel ihrer Entwicklungskosten für Interoperabilitäts- und Portierungsfragen auf. Darüber hinaus erhöht eine heterogene Systemlandschaft die Wartungskosten für bestehende Softwaresysteme und steigert die Komplexität für neu zu entwickelnde Systeme.

Mit der steigenden Anforderung an Interoperabilität insbesondere durch die steigende Vernetzung von Anwendungen unterschiedlicher Fachabteilungen und Systemklassen gewinnt der Aspekt der Integration zunehmend an Bedeutung. Die MDA als Rahmenstandard der OMG vereint eine Reihe relevanter Standards wie UML und XMI und erleichtert durch die Nutzung von Protokollen zur verteilten Kommunikation die Systemintegration, d. h. die plattformübergreifende Zusammenarbeit von Softwaresystemen. Dadurch wird die Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme ermöglicht. MDA ist hierbei nicht ausschließlich auf das CORBA-Protokoll beschränkt, sondern bezieht im Prinzip beliebige Protokolle, wie z. B. das im Rahmen von Web-Services eingesetzte Protokoll SOAP, zur verteilten Kommunikation mit ein. Im Rahmen der MDA-Anwendung können die Schnittstellen des zu entwickelnden Softwaresystems sowie ihre Signaturen bereits in einem abstrakten Modell, i. d. R. in Klassendiagrammen der UML, modelliert werden. Anschließend werden mit Hilfe von MDA-Werkzeugen die Quelltexte der geforderten Komponenten generiert, die über das gewählte Kommunikationsprotokoll der modellierten Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Die Zugriffe auf diese Schnittstellen werden durch eine generierte Stellvertreterklasse unterstützt.


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