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Verfahren
EET (Fortsetzung)
Methode/Technik:2647
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Beschreibung
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Explizite Zeitschritte

Die Reihenfolge, in der die Nachrichten im Sequenzdiagramm von oben nach unten dargestellt werden, stellt die zeitliche Abfolge der Ereignisse dar. Im EET aufeinander folgende Ereignisse müssen aber nicht zwangsläufig nacheinander geschehen, sondern können auch gleichzeitig stattfinden. Zum expliziten Ausschluss von Gleichzeitigkeit können Symbole für Zeitschritte (auch Ticks genannt) eingefügt werden. Diese werden durch waagrechte gestrichelte Linien symbolisiert. Ereignisse, die durch ein Zeitschritt getrennt sind, finden definitiv nacheinander statt. Alle Ereignisse zwischen benachbarten Ticks können dagegen zur selben Zeit stattfinden. In Abb. 4 ist die Signalanforderung mit genauer zeitlicher Taktung dargestellt.


Abbildung 4: Signalanforderung über Button A mit Taktung
Strukturierung

Ähnlich wie in Systemstrukturdiagrammen gibt es auch in Sequenzdiagrammen Möglichkeiten hierarchischer Strukturierung von Interaktionsszenarien. In EETs kann man so genannte Boxen einsetzen, um darin eine Menge von Unter-EETs anzugeben. Da als Ablauf für den Abschnitt wahlweise eines der Unter-EETs eingesetzt werden kann, ermöglichen Boxen sowohl die Strukturierung als auch die Einführung von Verhaltensvarianten in EETs.


Abbildung 5: Abläufe für Signalanforderung von Button A und B


Abbildung 6: Signalanforderung mit Aktivierung des Kontrolllämpchens. Die Box stellt dabei ein Platzhalter für beide Signalanforderungen aus Abbildung 5 dar.Schleifen (Indikatoren)

Teilabschnitte von EETs können mit so genannten Indikatoren versehen werden, die optionale oder wiederholbare Abschnitte kennzeichnen. Man kann die Indikatoren beschriften, um die Anzahl der Durchläufe festzulegen. In EETs sind die folgenden Arten von Wiederholungen zulässig:
  • 1-* : mindestens einmal
  • 0-* : beliebig oft (evtl. gar nicht)
  • 0-1 : optional

Abbildung 7: Gesamtablauf der Ampel

Eine weitere Möglichkeit der hierarchischen Darstellung bietet die Möglichkeit der Achsenverfeinerung. Analog zur Dekomposition in dem zugehörigen Systemstrukturdiagramm kann auch eine Achse eines EETs ausgeklappt werden. In dem Unterdokument sollten sich dann möglichst alle Komponenten des zugehörigen SSD-Unterdokuments befinden. Zur Sicherung der Konsistenz müssen sich alle Ein- / Ausgaben des übergeordneten EETs in der verfeinerten Sicht wiederfinden. Hierdurch entstehen aufwändige Konsistenzbedingungen. Deshalb wird die Achsenverfeinerung nur selten verwendet und erstreckt sich gewöhnlich über nicht mehr als eine Stufe.


Abbildung 8: Achsenverfeinerung
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