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Verfahren
Prozessablauf I
Methode/Technik:27040
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Beschreibung
In Abbildung 9.5 (siehe Literatur UML 2 für Studenten) wurde der Ablauf des Geschäftsprozesses „Flugreise“ als strukturierter Text beschrieben. Diese Darstellung hat den Vorteil, dass keine formale Notation involviert ist, die Endanwender und Fachexperten abschrecken könnte – natürlich bedeutet das andererseits, dass dieses Modell insgesamt relativ unpräzise bzw. fehleranfällig ist. Insbesondere sind nur sequentielle bzw. hierarchische Abläufe problemlos darstellbar. Funktionsbäume (siehe Abbildung 9.15 Literatur UML 2 für Studenten) sind zwar präziser und ausdrucksmächtiger, sind aber für Analyse und Entwurf eines Systems eher weniger geeignet. Außerdem sind auch hier die Details von Kontroll- und Datenfluss nur teilweise und mittelbar enthalten und nicht unmittellbar grafisch ausdrückbar. Eine besser geeignete Notation sind an dieser Stelle Aktivitätsdiagramme (AKD, engl.: activity diagram). Die oberste Ebene des Ablaufes aus Abbildung 9.5 bzw. 9.15 (siehe Literatur UML 2 für Studenten) wird als Aktivitätsdiagramm der folgenden Abbildung dargestellt.

Abbildung 1

Abbildung 1:Darstellung des Ablaufes aus Abbildung 9.5 bzw. 9.15: die erste Verfeinerungsstufe des Geschäftsprozesses "Flugreise" (links), die Verfeinerung des Teiprozesses "Buchung" (rechts)


Dort sieht man einen InitialNode (dt.: Anfangszustand), einen ActivityFinalNode (dt.: Endzustand) in der gleichen Notation wie bei Zustandsautomaten, drei verfeinerte Aktionen (abge-rundete Rechtecke mit Verfeinerungssymbol in der rechten unteren Ecke) und einige ControlFlows (dt.: Kontrollflusskanten). Aktivitäten sind in gewissem Sinn dual zu Zustandsautomaten: Während dort die Zustände im Mittelpunkt stehen und die Zustandsübergänge nur nachrangig sind, liegt der Schwerpunkt bei Aktivitätsdiagrammen gerade auf den Übergängen, die explizit als Action (dt.: Aktion) modelliert werden. Zustände andererseits kommen nur implizit vor. Die Notation ähnelt der von Zustandsautomaten, z. B. für Anfangs- und Endzustände, für die Aufspaltung und Zusammenführung von Kontrollflüssen und für Fallunterscheidungen. Im Metamodell liegen diesen Notationen jedoch andere Konzepte zugrunde, die eine andere Semantik haben: Zum Beispiel führt das Erreichen des Endzustands zur Beendigung der Aktivität, inklusive aller nebenläufigen Kontrollflüsse (statt nur zur Beendigung einer von mehreren nebenläufigen Regionen).

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