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Verfahren
Objektflussknoten
Methode/Technik:27051
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Beschreibung
Objektflussknoten stellt man sich am besten als eine Art Depot vor, in dem Marken
liegen können. Objektflusskanten können aus diesen Depots Marken entnehmen bzw. Marken dort ablegen. Solch ein Depot kann durch verschiedene Eigenschaften näher beschrieben werden.

Abbildung 1

Abbildung 1: Diese Strukturinformation lässt sich aus Abbildung 1 aus dem Baustein "Einbettung" ableiten


Abbildung 2

Abbildung 2: Einbettung in ein Geschäftsvorfall-Objekt (links); Nutzung des Kontextes am Verzweigungsknoten (rechts)


Typ
Objektflussknoten können dahingehend eingeschränkt werden, dass sie nur
Objekte einer bestimmten Klasse akzeptieren.

Zustand
Darüber hinaus kann auch noch eingeschränkt werden, dass nur Objekte mit
bestimmten Zuständen (ihres Objektlebenszyklus) in einen Objektflussknoten
abgelegt werden dürfen.

upperBound
Mit dem Eigenschaftswert upperBound kann die Kapazität eines Objektflussknoten, also die maximal zulässige Anzahl von abgelegten Marken in diesem Knoten, begrenzt werden. Wenn diese Kapazitätsgrenze erreicht wird, werden keine Marken mehr angenommen, der Knoten blockiert also den Objektfluss. Ist keine Kapazitätsgrenze angegeben (der voreingestellte Fall), besitzt der Objektflussknoten unbeschränkte Kapazität. Die Kapazität wird angegeben durch den Eigenschaftswert upperBound.

Abbildung 3

Abbildung 3: Datenpuffer halten eingehende Daten nur zeitweise und dienen lediglich der Verknüpfung mehrerer Datenflüsse. Datenspeicher dagegen sind Ablagen, die alle eingehenden Daten permanent speichern und lediglich Kopien weitergeben (links). Die gleichebedeutende reguläre Drastellung von Datenspeichern (rechts)


ordering
Durch den Eigenschaftswert ordering lässt sich außerdem die Reihenfolge der
Markenentnahme festlegen. Dabei sind folgende Werte zulässig:

unordered
Keine spezielle Reihenfolge (d. h. wie im Petrinetz)

ordered
Eine spezielle, Nichtstandard Reihenfolge, die der Modellierer durch ein Verhaltensmodell spezifiziert, d. h., in der Bedingung steht z. B. ein Verweis auf ein Aktivitätsdiagramm, das einen entsprechenden algorithmischen Ablauf beschreibt

LIFO
Last-In-First-Out, d. h. Speicherung abgelegter Marken nach dem Stapel-Prinzip

FIFO
First-In-First-Out, d. h. Speicherung abgelegter Marken nach dem Tunnel-Prinzip (voreingestellt).

Diese Ordnung gilt nur, sofern nicht eine ausgehende Kante eine andere Ordnung vorsieht.

Neben allgemeinen Objektflussknoten bietet die UML noch zwei speziellere Formen
für wichtige Spezialfälle an (siehe Abbildung 3). CentralBufferNodes (dt.: Datenpuffer) sind transiente Speicher, in denen Datenelemente nur zeitweise abgelegt werden. Wenn sie abgerufen werden, verschwinden sie aus einem Puffer. Datenpuffer dienen vorrangig der Verknüpfung mehrerer Datenflüsse. DataStores (dt.: Datenspeicher) hingegen sind persistente Speicher. Alle eingehenden Daten werden permanent abgelegt, abgerufene Daten werden lediglich in Kopie weitergegeben. Falls ein bereits gespeichertes Objekt erneut abgelegt wird, wird das bereits gespeicherte Objekt überschrieben.

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