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Verfahren
Pins und Parametermengen
Methode/Technik:27054
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Beschreibung
In einem Aktivitätsdiagramm kann man sich die Ein- und Ausgabeparameter einer Aktion meist aus dem Zusammenhang erschließen. Wenn aber eine Aktion als Dienst separat spezifiziert werden soll, um sie anschließend mit anderen flexibel zu kombinieren, ist es vorteilhaft, die Parameter, also quasi die Schnittstellen der Aktion, separat zu spezifizieren. Dafür gibt es in der UML ActivityParameterNodes (dt.: Aktivitätsparameterknoten), die visuell mit der Pin-Notation zusammenfallen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Pins sind die Schnittstellen von Aktionen. Aus einer Aktion im Kontext von Datenflüssen (oben) kann eine Aktion mit Pins erschlossen werden (gleichwertige Darstellung, Mitte). Deren Verfeinerung dienen der Pins quasi als Schnittstelle zum "Durchreichen" der Daten nach innen (unten)


Ein Pin (dt.: Pin) ist ein ganz gewöhnlicher Objektflussknoten, gehört aber zu einer speziellen Aktion. Es wird unterschieden zwischen InputPin (dt.: Eingabe-Pin) und OutputPin (dt.: Ausgabe-Pin), die sich aber notationell nur dadurch unterscheiden, dass im einen Fall Datenflüsse hineingehen und im anderen hinaus. Optional kann die Richtung durch einen Pfeil im Pin angezeigt werden. Weiter kann man noch notationell unterscheiden, ob Pins Datenströme, Massendaten oder Ausnahmen ausgeben bzw. verarbeiten. Die folgende Abbildung zeigt verschiedene Arten von Pins im Überblick.

Abbildung 2

Abbildung 2: Die verschiedenen Arten von Pins in der Übersicht: (a und b) Stromverarbeitung, (c) Ausnahmebehandlung, (d) Ein/Ausgabe-Pins, (e) Massendaten


Ein ValuePin (dt.: Wert-Pin) (keine eigene Notation) stellt einen Parameter dar, der auf einem unbestimmten anderen Weg bereitgestellt wird, der aber nicht aus einem Datenfluss resultiert. Wenn eine Aktion mehrere Eingabe-Pins hat (siehe Abbildung 3, links), müssen Parameter an allen Pins anliegen, um die Aktion auszuführen. Analog gilt dies auch für Ausgabe-Pins: Wenn mehrere vorhanden sind, werden an allen Pins Ausgaben geliefert.

Abbildung 3

Abbildung 3: Aktion "C" wird nur dann ausgeführt, wenn sowohl "A" als auch "B" Argumente liefern (links); Aktion "C" wird dann ausgeführt, wenn entweder "A" oder "B" Argumente liefert (Mitte); "C" kann von "A" mit Parameter "x" oder von "B" mit Parameter "x" und "y" aufgerufen werden (rehcts)


Manchmal möchte man aber verschiedene Varianten von Ein- und Ausgabeparametern für die gleiche Aktion vorsehen. In Abbildung 2 im Baustein "Objektflussknoten" wird z. B. zwischen einem regulären Anfang und einem „Seiteneinstieg“ sowie zwischen einem regulären Ende und einem Abbruch unterschieden. Um nicht die gleiche Aktion mehrfach für alternative Ein- und Ausgabeparameter (und alle ihre Kombinationen) modellieren zu müssen, bietet UML adas Konstrukt ParameterSet (dt.: Parametermenge). Die Elemente einer Parametermenge müssen jeweils alle vorhanden sein, aber nur je eine Menge von Ein- und Ausgabeparametern wird zur gleichen Zeit verarbeitet bzw. erzeugt. In Abbildung 3 wird der Unterschied erläutert. Im mittleren Bild wird Aktion „C“ entweder mit dem Datum von „A“ oder dem Datum von „B“ ausgeführt. Im rechten Bild wird „C“ entweder mit dem Parameter „x“ von „A“ ausgeführt oder mit den Parametern „x“ und „y“. Wenn beide Parameter geliefert werden (d. h., wenn sowohl „A“ als auch „B“ aktiv waren), werden beide Parameter verarbeitet. Mit anderen Worten: Es wird eine (beliebige) maximale Menge von Parametern benutzt.

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