Betriebliche Prozesse Die Vorbereitung der Automatisierung erfordert oft die Analyse und Dokumentation
betrieblicher Prozesse. In der Praxis werden hierzu oft erweiterte Ereignis-prozess-
Ketten verwendet. Man kann eEPKs leicht als vereinfachte Form von UML-Aktivitätsdiagrammen darstellen. Die Abbildung 1 zeigt rechts eine Abbildung der wichtigsten eEPK-Elemente auf Elemente von Aktivitätsdiagrammen.
Abbildung 1: Darstellung des Aktivitätsdiagramms aus Abbildung 1 im Baustein "Prozessablauf II" als eEPK (links), Abbildung zentraler eEPK-Elemente auf analoge UML-Notation (rechts)
Softwareprozesse Ein Spezialfall eines betrieblichen Prozesses ist ein Softwareprozess, also der Geschäftsprozess der Software-Herstellung, wie er in einem Softwarehaus oder einer
Entwicklungsabteilung abläuft. Ein Beispiel ist der Rational Unified Process. Dort
werden Teilprozesse und Arbeitsschritte in einer Notation dargestellt, die eng an Aktivitätsdiagrammen angelehnt ist. In der Implementations- oder Integrationsphase treten teilweise recht komplexe Arbeitsschritte bzw. Arbeitsabläufe auf, etwa die Übersetzung und Verlinkung großer Systeme. Zur Planung und Dokumentation solcher Abläufe werden manchmal Diagramme benutzt, die sich als syntaktische Variante von Aktivitätsdiagrammen auffassen lassen. Als (sehr einfaches) Beispiel betrachte man die automatische Umsetzung eines Implementations-Klassendiagramms wie in Abbildung 5.49 (siehe UML 2 für Studenten in SQL-Code (Abbildungen
5.51 bis 5.53 siehe UML 2 für Studenten) und anschließend in eine konkrete Datenbank. Die folgende Abbildung (links) zeigt die beiden Arbeitsschritte und ihre Eingaben und Ergebnisse. Rechts daneben sind die benutzten Stereotype erläutert.
Abbildung 2: Eine einfache Notation für Build-Prozesse: Übersetzung eines Implementations-Klassendiagramms in SQL-Code und weiter in eine Datenbank wie in Abbildung 5.49ff siehe UML 2 für Studenten (links), Stereotype der Notation (rechts)