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 | |  |  | | Beschreibung |  | Auszug aus dem Artikel “Pragmatische Software-Architektur für Automotive-Systeme“.
Ein pragmatisches Vorgehen unter diesen Randbedingungen muss stark an den Risiken ausgerichtet werden. Die größten Risiken für das Projekt müssen während Analyse und Architekturdesign bewertet und adressiert werden. Hauptziel des Vorgehens ist es deshalb, ein Architekturskelett zu erstellen, das die wesentlichen Risken adressiert und bei Änderung von Anforderungen stabil bleibt.
Abbildung 1: Aufbauend auf den initialen Anforderungen wird unter Berücksichtigung der wesentlichen Risiken ein stabiles Architekturskelett erstellt. Dieses dient für zukünftige Änderungen als Integrationsrahmen.
Um dieses Ziel zu erreichen sind Modelle des Systems unentbehrlich. Ein Modell abstrahiert von konkreten Details, ermöglicht somit die Bewältigung der Komplexität des Systems und ist zusätzlich aufgrund der Abstraktion ein besserer Kandidat für Wiederverwendung. Ein Modell spiegelt Konzepte wieder und keine Implementierungen, weshalb es länger stabil bleibt. Damit diese Modelle realisierbar werden, muss in einem weiteren Schritt ein Umsetzungskonzept – ein Programmiermodell – definiert werden.
Das im Folgenden beschriebene Vorgehen analysiert im ersten Schritt die funktionalen Anforderungen an das System mit Hilfe von Anwendungsfällen, auch Use-Cases genannt. Im zweiten Schritt wird, basierend auf den Anwendungsfällen und dem Wissen über das Problemgebiet, ein fachliches Modell entworfen. Im dritten Schritt entsteht dann unter Berücksichtigung der wichtigsten Risiken die technische Architektur. Das Vorgehen lässt sich somit als ein risikoorientierter iterativer Ansatz beschreiben. Die Architekturerstellung erfolgt in mehreren Iterationen, wobei jeweils nur die wichtigsten Use-Cases und Einflussfaktoren für den Entwurf berücksichtigt werden. Damit wird ein effektives Vorgehen garantiert.
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Nächster Gliederungspunkt Schritt 1: Use-Case-Analyse
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