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Verfahren
Tailoring des Rational Unified Process
Methode/Technik:28504
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Beschreibung
Der Rational Unified Process - kurz RUP genannt - unterstützt das Tailoring auf mehrere Arten. Zum Einen enthält er Hinweise und Richtlinien für das Zurechtschneiden, die aber keine Formalien beinhalten. Zum Anderen wird ein Prozess, der "Process Engineering Process" - kurz PEP, angeboten. Der PEP soll dabei helfen die beim Tailoring durchzuführenden Tätigkeiten besser zu strukturieren. Er wird ähnlich formal wie der RUP dargestellt und gibt Rollen sowie Aktivitäten für das Tailoring des RUP vor.

Diese Seite widmet sich ausschließlich den im RUP enthaltenen Hinweisen und Richtlinien für das Zurechtschneiden. Ausführungen zum PEP können auf dieser Seite nachgelesen werden.

Um den RUP auf ein konkretes Projekt anzupassen, sind nach der Aktivität "Tailor the Process for the Project" folgende Schritte durchzuführen:
  1. Analysieren des Projekts

  2. Schwerpunkte festlegen

  3. Erweitern des RUP (optional)

  4. Anpassen des RUP

  5. Vorbereiten des zugeschnittenen RUP für das Projekt

  6. Bekannt geben des zugeschnitten RUP

  7. Warten des zugeschnittenen RUP

Bei der näheren Betrachtung der einzelnen Schritte fällt auf, dass hier einige der für den RUP fundamentalen Best Practices zum Tragen kommen. Im Speziellen sind dies:
  • die iterative Entwicklung,
  • die Qualitätssicherung und
  • das Änderungsmanagement.
Alle drei treten bei der Wartung des zugeschnittenen RUP in Erscheinung. Zum Einen werden kleine Änderungen am zugeschnittenen RUP mit jeder Iteration übernommen. Weiterhin wird ein Prozess vorgeschrieben, mit dem der zugeschnittene RUP ständig "unter Beobachtung" steht, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Und schließlich wird ein Muster, wenn auch nur ein einfaches, vorgegeben, nach denen Änderungen am zugeschnittenen RUP bewertet werden.

Bevor auf die einzelnen Schritte näher eingegangen wird, noch ein Hinweis auf die Struktur der Tailoing-Strategie des RUP.

In den ersten vier Schritten wird der RUP im Kern auf das Projekt zugeschnitten, ohne daraus resultierende Aktivitäten durchzuführen. Sie sind in der Phase Inception (siehe RUP Überblick) zu verorten. Dazu wird zuerst das konkrete Projekt betrachtet, um ein besseres Gefühl für den Umfang der zu erstellenden Regularien zu gewinnen. Dann werden diese konkretisiert und ggf. wird der RUP ergänzt. Anschließend folgt das Tailoring der RUP-Dokumentation. Damit ist die theoretische Arbeit abgeschlossen.

Genauere Inhalte zu den ersten vier Schritten im Tailoring des RUP können hier nachgelesen werden.

In den Schritten fünf und sechs werden am Ende der Phase Inception die aus dem zugeschnittenen RUP resultierenden Aktivitäten umgesetzt. Dazu werden konkrete Zeitangaben gemacht und die projektspezifischen formalen Anforderungen für die Artefakte umgesetzt. Weiterhin wird das erarbeitete Vorgehen im Projekt den Projektmitgliedern vermittelt.

Der Schritt sieben dient schließlich der kontinuierlichen Verbesserung des Vorgehens. Diese Aktivität zieht sich über die gesamte Projektlaufzeit ab der Phase Elaboration.

Details zu den Schritten fünf bis sieben sind hier zu finden.
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