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Verfahren
Aufwandsabschätzung
Methode/Technik:28945
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Beschreibung

Die Produktivität bei der Verwendung von objektorientierten Methoden beim Software-Engineering wird im Allgemeinen als weitaus höher betrachtet als dies bei der Anwendung von herkömmlichen Vorgehensweisen der Fall wäre.

Konkrete Zahlen sind allerdings schwierig zu ermitteln, weil die Produktivitätssteigerung stark von verschiedenen Faktoren abhängt. Steigt z.B. eine Entwicklergruppe gerade erst in die Objektorientierung ein, so kann sie natürlich auf keine bereits vorhandenen Komponenten zurückgreifen. Die Produktivität steigt also erst im Laufe der Zeit an.

Das Marktforschungsinstitut International Data Corporation (IDC) führte 1998 eine Befragung zur Produktivitätssteigerung von objektorientierter Programmierung gegenüber herkömmlichen Methoden durch. Dabei ermittelte das Institut eine Steigerung von 40%. Da solche Befragungen zur Euphorie tendieren, kann ein Wert von ca. 20% als realistisch angesehen werden [Brich].

Neben der Anwendung von objektorientierten Methoden zur Aufwandsreduzierung können aber auch Programmier-Strategien, die speziell an die Automatisierungstechnik angepasst sind und wie sie in Engineering für Steuerungssoftware beschrieben sind, enorme Vorteile hinsichtlich Kosten und Zeit bringen. Der dort beschriebene Engineering-Prozess bezieht sich auf ein verteiltes Automatisierungssystem, der den kompletten Lebenszyklus wie folgt einschließt:

  • Spezifikation des Automatisierungssystems,
  • Design des Systems,
  • Implementierung des Systems,
  • Test des Systems und normaler Betrieb,
  • Änderungen während der Laufzeit des Systems.
Neben dem Aufwand hinsichtlich Kosten und Zeit, der während der Anfangs- bzw. Inbetriebnahmephase eines Automatisierungssystems (Spezifikation bis normaler Betrieb) entsteht, kann der Aufwand während der Laufzeit der Anlage um ein Vielfaches die Anfangsinvestitionen übersteigen. Gerade aufgrund der ständig wechselnden Anforderungen des Marktes und der kleiner werdenden Fertigungslose ist es oftmals erforderlich, die Anlagen während des Lebenszyklus’ neu zu konfigurieren und zu erweitern. Hierbei ist ein modularer Aufbau der Hardware und ein flexibles Steuerungskonzept dringend notwendig, um Umbau- und damit Stillstandszeiten zu reduzieren.

Das vorgeschlagene Konzept des Engineering-Prozesses soll die Phasen der Inbetriebnahme, aber auch der Laufzeit der Anlage, hier vor allem Updates und Wartungsarbeiten während des Betriebs der Anlage erleichtern und damit Kostenersparnis bringen. Jedoch sind Anfangsinvestitionen notwendig, die erst die Anwendung des vorgeschlagenen Engineering-Prozesses ermöglichen: Zum einen muss die Geräte-Hardware der Automatisierungsanlage angepasst und das Engineering-Tool erstellt bzw. erworben werden, und zum anderen muss die Kommunikationsinfrastruktur erstellt und Software-Server für den Update-Funktionalitäten integriert werden. Da hierfür die Anfangsinvestitionen recht hoch sind, wird sich eine Kostenersparnis erst nach Jahren einstellen.

Zur Abschätzung der Kosten bei der Einführung des Engineering-Prozesses können drei Indikatoren aus der Betriebswirtschaft herangezogen werden. Diese Indikatoren werden auch in den Beispielen eines Geräteherstellers (siehe Aufwandsabschätzung: Gerätehersteller) und eines Systemintegrators (siehe Aufwandsabschätzung: Systemintegrator) berücksichtigt.

Fortsetzung
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