Wenn ein anderer als der ursprüngliche Programmierer Änderungen und Anpassungen vornehmen soll, was bei Wiederverwendung regelmäßig der Fall ist, ist die Nutzbarkeit für Entwickler von besonderer Bedeutung. Sie setzt sich aus folgenden Merkmalen zusammen:
- Verständlichkeit: Um eine Software wiederverwenden zu können, muss der Entwickler verstehen können, was die Software überhaupt tut, welche Spezifikation sie also erfüllt und wie er sie einsetzen kann.
- Änderungseffizienz: Sowohl bei der Codierung als auch beim Testen fällt unterschiedlich hoher Aufwand an, je nachdem, wie gut die Software auf Änderungen vorbereitet ist und welche Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden. Je geringer der für das Ändern notwendige Aufwand ist, desto höher ist die Änderungseffizienz.
- Verfügbarkeit: Je geringer der Aufwand dafür ist, von der Existenz wiederverwendbarer Software zu erfahren und sie dann auch in der jeweils aktuellen Version zu erhalten, desto höher ist ihre Verfügbarkeit.
Um die Verständlichkeit sicherzustellen, muss die Software ausreichend dokumentiert - im Code und Dokumente - sein. Ein wesentliches Mittel dafür, die Änderungseffizienz wiederverwendbarer Software sicherzustellen, ist die Bereitstellung von Hilfsmitteln für Regressionstests, d.h. Testdaten und Testprogrammen, die es ermöglichen, die korrekte Funktionsweise bei der Nutzung innerhalb eines bestimmten Rahmens sicherzustellen. Die Verfügbarkeit wiederverwendbarer Software schließlich kann auf unterschiedliche Arten hergestellt werden. Eine oft erwähnte Möglichkeit ist die Bereitstellung einer Wiederverwendungs-Bibliothek, auf die z.B. online zugegriffen (vgl. z.B. Sourceforge) werden kann.
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