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Erfahrung
HSE-06: Vertragsmodelle und Haftung in der SW-Entwicklung
Erfahrung:30282
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Beschreibung der Erfahrung
Etwa 20 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft folgten am 05. Juli 2006 der Einladung der Technischen Universität München und der Initiative VSEK („Virtuelles Software-Engineering-Kompetenzzentrum, www.software-kompetenz.de) zum Hot-Spots-Workshop. Der Workshop widmete sich den Fragen, wie Verträge gestaltet werden und wie Haftung und Gewährleistung heute in der Software- und System-Entwicklung geregelt sind. Dies sind nicht zuletzt deshalb aktuelle und relevante Themen, weil
  • Teams und Projekte zunehmend über Landes- und Kulturgrenzen hinweg zusammenarbeiten,
  • die Einbindung externer Partner und Lieferanten immer umfassender wird (in bestimmten Branchen ist bereits von „virtuellen Unternehmen“ die Rede, die letztlich einen (zeitlich begrenzten) Zusammenschluss unabhängiger Partner zur Erbringung bestimmter Leistungen darstellen),
  • infolgedessen die Konzentration der Unternehmen auf die eigenen Kernkompetenzen weiterhin anhält (die BMW Group bspw. hat eine Leistungstiefe von ca. 25%, in der IT liegt der Anteil der Eigenleistung sogar noch niedriger). Durch das verstärkte „Outtasking“ können zwar Fixkosten gespart und Erfahrungs- und Größenvorteile des Outsourcing-Partners genutzt werden, dem gegenüber steht aber eine höhere Abhängigkeit, höhere Qualitätskosten und abnehmendes Know-how im eigenen Unternehmen.
Vor diesen Hintergründen wurden von den Referenten folgende Themen vorgestellt und diskutiert: Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat das Lieferantenmanagement? Wie ist der Einkauf von IT-Dienstleistungen in Großunternehmen eingebettet und organisiert? Welche Spielräume gibt es zwischen den beiden "Extremen" Festpreis und Bezahlung nach Aufwand? Welche juristischen Rahmenbedingungen und Leitlinien müssen beachtet werden? Welche Strategien gibt es, um "faire" Vereinbarungen zu erreichen?

Die Beiträge der Referenten regten zu lebhafter Diskussion an. Weitgehende Einigkeit bestand u.a. zu folgenden Themen:
  • Oftmals werden in Verträgen Vereinbarungen festgehalten, die die Projektziele und das geplante Vorgehen nicht optimal wiedergeben oder ihnen oftmals sogar widersprechen.
  • Die Einbindung von juristischen und kaufmännischen Fachleuten erfolgt meist zu spät im Einkaufsprozess. Dies vergrößert die oftmals schon bestehenden „Gräben“ zwischen Fachabteilungen, Controlling und Rechtsabteilung.
  • Projektausschreibungen und Aufgabenbeschreibungen sollten möglichst klare Informationen über die Auswahlkriterien enthalten.
  • Es existieren noch keine befriedigenden Indikatoren und Kriterien, anhand derer der Projekterfolg objektiv gemessen werden kann. Daher werden in Verträgen zu selten variable Honorare vereinbart.
  • Eine objektive und regelmäßige Lieferantenbeurteilung hilft beiden Seiten, Stärken und Schwächen des Lieferanten zu erkennen und die Leistungsbeziehung zu optimieren.
Dieser Tagungsband enthält in den folgenden Kapiteln die vollständigen Präsentationen der Referenten. Es gilt das gesprochene Wort.


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