Technologie-Transfer zwischen Forschung und Industrie
Eintrags-ID: 30509
Im Rahmen der GI-Jahrestagung Informatik 2006 fand ein Workshop zur Vernetzung von Software Engineering Expertise in Industrie und Forschung statt. Vor dem Hintergrund der starken industriellen Bedeutung von Software, aber eher sporadischen Kooperationen von Firmen mit Hochschulen oder öffentlichen Forschungseinrichtungen, war das Ziel des Workshops die stärkere Vernetzung von Forschung und Industrie im Bereich SWE in alle Richtungen. Zu diesem Zweck wurden erfolgreiche Vernetzungsaktivitäten zwischen Hochschulen und Firmen anhand konkreter Beispiele und Erfahrungen über Synergien von Kompetenzen in Industrie und Forschung vorgestellt und diskutiert.

Die Formen der Zusammenarbeit reichen von der Betreuung von Studienarbeiten (Praktika, Bachelor/Masterarbeiten) über regionale Veranstaltungen bis hin zu gemeinsamen Projekten. Daraus erwachsen oft auch Partnerschaften für Förderprojekte oder eine kurzfristigere Zusammenarbeit in Fallstudien oder in empirischen Untersuchungen zu bestimmten SW-Themen.

Organisation der Vernetzung
Die Angebote sind meist regional organisiert. Viele Angebote richten sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), da diese besondere Hindernisse beim Zugang zu Expertenwissen haben. Typische Themenbereiche sind beispielsweise Test, Usability oder Architektur.
Unter Technologie-Transferzentren und Interessensgruppen finden Sie Listen regionaler Netze, wie z.B. auch Zentrum für Softwarekonzepte Karlsruhe oder Software Quality Lab Paderborn

Nutzen
Empirische Untersuchungen zeigen, dass Netzwerke wichtig sind für den Erfolg einer Region (sie fördern Innovation - auch durch die Vernetzung von Konkurrenten). Der Erfolg für die Partner lässt sich dabei wie folgt zusammenfassen:

Nutzen für Firmen
  • Neben Informationen (explizitem Wissen) wird durch den Austausch untereinander auch implizites Wissen (Erfahrungen, Meinungen) zugänglich
  • Firmen erhalten konkrete Problemlösung oder ein Experimentierfeld für Innovationen
  • Aufgrund der Vielfalt der Themen und Personen ist es hilfreich einen Ansprechpartner für SWE-Probleme zu haben.
  • FE-Kontakte helfen potentielle MitarbeiterInnen vorzeitig kennen zu lernen.
Nutzen für die Forschung
  • Feedback aus der Praxis, neue Ideen für Forschungsthemen
  • Potentielle Partner für Projekte und empirische Untersuchungen, durchaus auch im Rahmen von längeren Projekten z.B. 2-3 Jahre
  • Erhöhte Attraktivität für Studierende und Promovierende
  • Höhere Sichtbarkeit der eigenen Leistung
Bei Aufbau und Start einer Zusammenarbeit wurden im Workshop die folgenden Schwierigkeiten berichtet:
  • Die Anlaufphase dauert typischerweise ein oder mehrere Jahre.
  • Ohne eine Anschubfinanzierung ist ein größeres Netzwerk nicht zu etablieren.
  • Vielfach scheuen KMUs den Kontakt zu Forschungseinrichtungen
Detaillierte Ergebnisse sind auf den offiziellen Workshopseiten unter http://www.iese.fraunhofer.de/SEE-WS/ erhältlich.
 
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