 |
 | |  |  | | Beschreibung |  | Klasse: Expertenbefragung
Im Gegensatz zur Einzelschätzung wird bei einer Mehrfachbefragung - vor der endgültigen Abgabe eines abgestimmten Schätzwertes - eine mehr oder weniger große Gruppe von Experten zu Rate gezogen. Die Experten sollten möglichst aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommen, um so weitgehend unabhängige Schätzaussagen zum geplanten Vorhaben zu erhalten. Sie sollten sich sowohl in ihrem Erfahrungsstand als auch in der ausführenden Tätigkeit unterscheiden.
Mit Hilfe einer Durchschnittsbildung der einzelnen Schätzwerte gelangt man zu einer Art Repräsentativschätzung, die meist dem tatsächlichen Aufwand näher kommt als eine isolierte Einzelschätzung. Mit einer Mehrfachbefragung wird daher fast immer eine Verringerung des Vorhersagefehlers erreicht.
Für die Durchschnittsbildung bieten sich als Möglichkeiten an:
- arithmetischer Mittelwert
- Mittelwert aus Minimal- und Maximalwert,
- arithmetischer Mittelwert ohne Extremwerte
Im ersten Fall werden alle abgegebenen Schätzwerte gleichwertig behandelt und aus diesen der arithmetische Mittelwert gebildet. Bei der zweiten Vorgehensweise betrachtet man nur den Minimal- und Maximalwert und ermittelt aus diesen beiden das Mittel. Im letzten Fall geht man umgekehrt vor: die Extremwerte werden beiseite gelassen und von den übrig bleibenden Werten wird der arithmetische Mittelwert gebildet.
Vor- und Nachteile:
Die Mehrfachbefragung kommt in der Regel zu realistischeren Ergebnissen als die Einzelbefragung, da sie deren Einseitigkeit vermeidet. Außerdem bietet sie eine gewisse Kontrollmöglichkeit. Die Mehrfachbefragung ist im Vergleich zur Einzelbefragung jedoch aufwändiger. |  |
 | |  |  | |  | |  | |  |  |  | | Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben. |
|
|  | |  |  |   | Übergeordnet |  |  |  | |  |  |  |  |  | Mehrfachbefragung |  |  |  |  |  | Erfahrungen |  |  |  | |  |  |  | Literaturhinweise |  |  |  | |  |  |  |  |  | Weitere Themen |  |  |  | |  |  | |  |  | |  |  |  |  |  |  |
|