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Verfahren
Einführung in die MDA
Methode/Technik:5348
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Beschreibung
Die MDA ist die aktuelleste Strategie der OMG zur modellgetriebenen und generativen Soft- und Hardwareentwicklung. Dabei sichert die MDA durch eine klare Trennung von Abstraktionsschichten bei der Modellierung von Systemen die Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit der Modelle. Durch die automatische Generierung von Quellcode aus den Modellen wird zudem der Automatisierungsgrad der Entwicklung erhöht und somit Fehlerquellen minimiert.

Die MDA etabliert sich zunehmend als ein Standard, der es Softwareentwicklern ermöglicht, Software schneller, effizienter, kostengünstiger und qualitativ hochwertiger zu erstellen. Der Kern der MDA besteht in der Trennung von fachlichen und technischen Teilen eines Softwaresystems in Form von plattformunabhängigen Modellen (Glossar PIM) und plattformspezifischen Modellen (Glossar PSM), die beide unabhängig voneinander wieder verwendet werden können.
In den PIMs wird das fachliche Wissen (Fachlogik) des Softwaresystems/Anwendung, wie z. B. Geschäftsprozesse oder Fachverfahren, technologieunabhängig erfasst und modelliert. Im Gegensatz dazu wird in den plattformspezifischen Modellen die Implementierungstechnologie definiert, d. h. die technischen Aspekte bezogen auf eine konkrete Plattform. Hierbei kommen häufig Frameworks zum Einsatz.
Die explizite Trennung der Fachlogik von der Implementierungstechnologie erlaubt eine leichtere Wiederverwendung der Fachlogik, z. B. im Rahmen einer Migration auf eine neue Plattform.

Um die Langlebigkeit der Modelle zu sichern ist es wichtig, dass sie unabhängig von einer bestimmten Plattform modelliert werden. Daher ist eine allgemeingültige
Glossar Plattformdefinition das zentrale Kernelement der Spezifikationsbemühungen und derzeit Inhalt intensiver Diskussionen innerhalb der OMG.

Das Ziel der MDA ist es, die momentan oft noch herrschende Lücke zwischen Modellen (bzw. Modellierern) und Quelltext (bzw. Programmierern) zu schließen - wobei die OMG durch ihre frei erhältlichen Standards die dazu notwendige Integration von verschiedensten Werkzeugen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht, was für eine breite Akzeptanz sorgen dürfte.

Die grundsätzliche Motivation basiert dabei auf der Überlegung, dass jede Änderung im Entwicklungsprozess Änderungen auf den einzelnen Abstraktionsebenen nach sich zieht, diese aber in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis in ihrem Umfang zum Abstraktionsgrad stehen und somit die abstrakteren Modelle entsprechend seltener und weniger umfangreich geändert werden müssen.

Zudem sollen sich die abstrakteren Modelle (PIM) durch Glossar Mapping (zumindest teilweise) automatisch (auf Basis von Glossar Plattformprofilen) in weniger abstrakte Modelle (PSM) in Abhängigkeit der Anforderungen übersetzt werden, was die Langlebigkeit, Integrierbarkeit und Portierbarkeit der Modelle sichern soll.

Diese ehrgeizigen Ziele rücken durch die Kombination bisheriger Standards der OMG in eine erreichbare Nähe, die sich im Rahmen der MDA zu einer herstellerübergreifenden Antwort für zahlreiche Probleme der Hard- und Softwareerstellung formiert.

Der MDA Ansatz ist interessant für alle Soft- und Hardwarehersteller, denen dadurch die Möglichkeit geboten wird, ihre Produkte, durch eine flexible Werkzeugkette unterstützt, zu entwickeln. Somit ist ein Standard in Sicht, der das Potenzial hat die momentan kontinuierlich steigenden Portierungs- und Integrationskosten langfristig zu senken.

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