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Verfahren
Balanced Scorecard
Methode/Technik:5486
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Beschreibung
„Balanced Scorecard“ (BSC, deutsch: Ausgewogener Berichtsbogen) ist ein Verfahren zur Leistungsbewertung der für den Unternehmenserfolg wichtigen Faktoren. Das Grundkonzept der BSC beruht darauf, die betriebliche Realität in einem an der Unternehmensstrategie ausgerichteten umfassenden Kennzahlensystem zu erfassen. Dabei soll ein ausgewogenenes Verhältnis zwischen finanziellen und nichtfinanziellen, zukunftsorientierten- und ergebnisorientierten sowie internen und externen Kennzahlen erreicht werden. Ziel beim Entwurf einer BSC ist es, die Strategie eines Unternehmens in konkrete Ziele und Maßnahmen umzusetzen.

Die Kennzahlen sind einer der vier Perspektiven zugeordnet

Finanzen
Finanzielle Kennzahlen sind Umsatz, Rentabilität, Eigenkapital, Cash Flow etc.

Kunde
Diese Perspektive nimmt den Blickwinkel des Kunden ein, gekennzeichnet durch Merkmale wie Marktpositionierung, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

Interne Prozesse
Diese Perspektive bezieht alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette im Unternehmen ein. Typische Kennzahlen sind Produktivität, Durchlaufzeiten und Ausschussquote.

Lernen und Entwicklung
Innovationsfähigkeit und Entwicklungspotentiale sind Kern der Betrachtung. Kennzahlen sind etwa „Mitarbeiterzufriedenheit, Personaltreue und Qualifikation.

Die Auswahl der Kennzahlen erfolgt in folgenden Schritten:
  • Ausgangspunnkt sind übergeordnete strategische Ziele, aus denen iterativ untergeordnete Ziele abgeleitet werden, die mit den jeweils übergeordneten Zielen innerhalb und auch über die Perspektiven hinweg in einer Ursache-Wirkungs-Bezieung stehen.
  • Für alle Ziele sind geeignete Kennzahlen abzuleiten, die den Grad der Zielerreichung ausdrücken.
  • Für die Kennzahlen werden angestrebte Zielgrößen festgelegt.
  • Konkrete Maßnahmen und Aktivitäten werden festgelegt, mit denen die Strategie umgesetzt werden soll.
In der Praxis sollte das BSC-System auf eine Anzahl von 20 – 30 Kennzahlen begrenzt sein. Die Prozesse auf der unteren Ebene (Interne Prozesse, Lernen und Entwicklung) gelten als „Leistungstreiber“, die die Voraussetzung für das Erreichen der Ziele auf der oberen Ebene bilden.
Zwischen zukunftsorientierten und ergebnisorientierten Kennzahlen sollte ein ausgewogenes Verhältnis herrschen. Durch die Verdeutlichung der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge trägt BSC dazu bei, frühzeitig Risiken im Unternehmen zu erkennen. Somit fungiert BSC als Frühwarnsystem für Unternehmensrisiken und sollte deshalb mit dem Risikomanagement des Unternehmen integriert werden.

Die richtige Wahl der Kennzahlen, die ein ausgewogenes Abbild des Wirkungsgefüges des Unternehmens von der Strategie bis zu den operativen Prozessen sein soll und die Verankerung des Instruments der BSC in der gesamten Mitarbeiterschaft bilden die Basis für den erfolgreichen Einsatz von BSC im Unternehmen.
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