Der Begriff "ausführbar" ist dabei ähnlich wie die Definition eines Algorithmus zu verstehen hinsichtlich der Allgemeingültigkeit (Der Rechner muss bei der Modellinterpretation immer (in jedem Schritt) wissen was er machen soll.) und der Eindeutigkeit der Modelle (Dementsprechend muss die Unified Modeling Language (UML - www.omg.org/uml)die notwendige formale Basis besitzen - sodass die Modelle in jeder Umgebung gleichermaßen interpretiert werden). Da letzteres die Aufgabe der Object Management Group (OMG - www.omg.org) geht es in diesem Tutorial darum, möglichst allgemeingültige Modelle zu erstellen. Gleichermaßen könnte man auch sagen, dass diese Modelle präzise genug modelliert werden (um ausgeführt werden zu können) ohne übermäßigen Detailgrad (da sie noch auf einem abstrakten Niveau angesiedelt sind). Grundsätzlich bietet die UML viele unterschiedliche Diagrammarten, welche unterschiedlich gut bestimmte Systemaspekte darstellen können, wobei allerdings zur Modellierung ausführbarer Modelle nur eine Struktur- und eine Verhaltensmodellart notwendig sind, daher wird im Folgenden auf
Klassenmodelle (Struktur),
State-Charts (Verhalten) und
USE-CASES (zur die Modellierung der Anforderungen) eingegangen.
Das Ziel dieser Wissensbausteinsammlung ist es interessante Ansatzpunkte für die Modellierung von ausführbaren UML-Modellen zu liefern. Auf weitere, in diesem Bereich auch relevante Themen (wie z.B. objektorientierte Design- und Analyseverfahren (OODA)), wird nur kurz eingegangen oder sei auf die gängige Literatur verwiesen.
Folgende Aspekte sind zur Erstellung ausführbarer UML-Modelle relevant: