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Verfahren
Vorgehen bei der Terminplanung (Fortsetzung 1)
Prozessmuster:6160
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Ausgangssituation
Voraussetzung für die Zeitplanung ist der Projektstrukturplan und ggf. die bisher erstellte Version des Terminplans aus den Vorangegangenen Planungszyklen.
Durchzuführender Prozess
Ermittlung der Vorgangsdauer

Die Dauer (D) eines Vorgangs ist abhängig von dem aus der Aufwandsschätzung (Überblick: Methoden der Aufwandsschätzung) ermittelten Aufwand (A) für den Vorgang und den aus der Ressourcenplanung ermittelten Kapazität an Ressource (R).

D = A / R

Bei der Aufwandsschätzung kommt es darauf an, dass dabei keine Pufferzeiten, z.B. zur Abwendung eines erkannten Risikos, mit eingeschätzt werden. Pufferzeiten werden bei der Zeitanalyse berücksichtigt. Eine Aufwandsschätzung mit Pufferzeiten würde eine wirtschaftliche Projektabwicklung verhindern. Sind jedoch störende Einflüsse für bestimmte Vorgänge zu erwarten, so können an dieser Stelle Zeitzuschläge mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Management von Projektrisiken) explizit als Vorgänge eingeplant werden. Dadurch bleiben sie im Plan sichtbar und es kann bei der Projektsteuerung mit diesen Zuschlägen entsprechend gearbeitet werden. Sie sind nicht mit den Pufferzeiten zu verwechseln, die sich aus der folgenden Zeitanalyse ergeben.

In diesem Planungsschritt wird mit reinen Durchlaufzeiten gerechnet, d.h. mit Zeiteinheiten (Wochen, Tage, etc.) und nicht mit Aufwandseinheiten (Personentage, Personenmonate, etc.). Eine Berücksichtigung von Werktagen und arbeitsfreien Tagen findet in der Regel zu diesem Planungszeitpunkt noch nicht statt (s. Zeitanalyse).

Es kommt auch vor, dass die Dauer eines Vorgangs fest vorgegeben ist, dann muss dafür gesorgt werden, dass in der Ressourcenplanung die nötigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Zeitanalyse

In der Zeitanalyse werden die Fristen und Termine des Projektes geplant. Bei einer EDV-gestützen Planung erfolgt die Planung der Fristen (Relativzeitwerte) und der Termine (Kalenderzeiten) gleichzeitig. Bei manueller Zeitanalyse sollte dies nacheinander erfolgen. Die Terminplanung berücksichtigt gegenüber der Fristenplanung die Fixtermine und einen oder mehrere Projektkalender, in denen die Arbeitszeiten, Urlaubszeiten, Feiertage etc. vermerkt sind.

Bei der Zeitanalyse bestimmt man durch Vorwärtsrechnung den frühestmöglichen Start- und Endzeitpunkt eines Vorgangs und durch Rückwärtsrechnung die spätesterlaubten Zeitpunkte. Bei der Vorwärtsrechnung wird ausgehend vom Projektstarttermin angenommen, dass alle Vorgänge zum frühestmöglichen Zeitpunkt beginnen können. Bei der Rückwärtsrechnung wird ausgehend vom Projektendtermin angenommen, dass alle Vorgänge zum spätesten Zeitpunkt fertig werden.

Aus der Differenz der jeweils ermittelten Zeitpunkte für den Start oder das Ende eines Vorgangs ergibt sich dessen Gesamtpuffer. Hat ein Vorgang keinen Gesamtpuffer (die Differenz ergibt 0) dann bezeichnet man den Vorgang als kritisch. Ist der Puffer relativ gering, dann spricht man von subkritischen Vorgängen und ist er aufgrund von vorgegebenen Fixterminen negativ, von überkritischen Vorgängen. Die Abfolge der kritischen Vorgänge wird als kritischer Pfad bezeichnet.

Der Gesamtpuffer eines Vorgangs sollte jedoch nicht voll ausgeschöpft werden, da dann alle Pufferzeiten der nachfolgenden Vorgänge von diesem Vorgang aufgebraucht und sie dadurch automatisch kritisch werden. Vielmehr hat man nur die Zeitspanne zwischen dem frühestmöglichen Ende eines Vorgangs und dem frühestmöglichen Beginn seiner Nachfolger als Puffer zur Verfügung ohne eine Kettenreaktion bei der Verschiebung des Vorgangs auszulösen. Diese Pufferzeit wird als freier Puffer bezeichnet.

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Ergebnis des Prozessmusters
Als Ergebnis erhält man einen neuen oder überarbeiteten Terminplan.
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