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Verfahren
Vorgehen bei der Terminplanung (Fortsetzung 2)
Prozessmuster:6161
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Ausgangssituation
Voraussetzung für die Zeitplanung ist der Projektstrukturplan und ggf. die bisher erstellte Version des Terminplans aus den Vorangegangenen Planungszyklen.
Durchzuführender Prozess
Optimierung des Terminplans

Der durch die Zeitanalyse entstandene Plan wird meist nicht alle Randbedingungen (z.B. die Projektdauer) erfüllen. Man sollte zumindest bei größeren Projekt nicht davon ausgehen, dass dies auf Anhieb gelingt. Vielmehr ist es in den meisten Fällen notwendig, den Terminplan zu optimieren, d.h. die unterschiedlichen Parameter (in der Regel Zeit, Umfang, Kosten) gegeneinander abzuwägen. Dabei geht es um graduelle Verbesserungen und nicht um die Berechnung der optimalen Lösung. Es sollten durchführbare Planungsalternativen erarbeitet und dann darunter die beste ausgewählt werden. Es müssen alle bisher im Planungszyklus gemachten Planannahmen auf den Prüfstand gestellt werden, so dass der Zyklus praktisch von neuem durchlaufen werden muss.

In den häufigsten Fällen müssen zur Einhaltung bestimmter Fixtermine Vorgänge punktuell beschleunigt werden. Dies geht wegen des ungünstigeren Ressourceneinsatzes zumeist nur durch eine Erhöhung der Projektkosten.
Bei der kostenbehafteten Beschleunigung des Terminplans hat man grundsätzlich drei Alternativen:

  1. Kapazitätsmaßnahmen
    • Überstunden

    • Beschaffung zusätzlicher Kapazitäten (intern oder extern)

    • Vergabe von Unteraufträgen

    • Anreize zur Leistungssteigerung (in der Softwarebranche nur bedingt geeignet)

  2. Technologische Maßnahmen
    • Überlappung von Vorgängen vorsehen (meist kostengünstig)

    • Splitten von Vorgängen

    • Eliminieren von Abhängigkeiten

    • Eingehen von größeren Risiken (Management von Projektrisiken)

    • Leistungsfähigere Ressourcen einbeziehen

    • Technologie- oder Methodenwechsel vollziehen

    • Kaufen von Systemkomponenten statt Eigenentwicklung

    • Reduzierung des Leistungsumfangs

  3. Organisatorische Maßnahmen
    • Umbesetzung des Teams (oft kontraproduktiv)

    • Änderung der Projektorganisation

    • Qualifikation von Personal

    • Rationalisierungspotenziale entdecken und ausschöpfen


Man geht bei der Beschleunigung systematisch folgende Schritte durch:

  1. Identifizierung des kritischen Wegs.

  2. Durchführung einer Reduktionsmaßnahme auf dem kritischen Weg: entweder bei dem Vorgang mit dem geringstem Kostenanstieg oder, um die Folgen eines Scheiterns der Maßnahme klein zu halten, beim ersten Vorgang.

  3. Die Dauer nur soweit reduzieren bis der nächster subkritische Weg kritisch wird.

Bei allen diesen Beschleunigungsmaßnahmen muß immer der dadurch Verursachte der Anstieg der Kosten gegenüber dem erzielten Nutzen (Abwenden einer Vertragsstrafe etc.) abgewogen werden.

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Ergebnis des Prozessmusters
Als Ergebnis erhält man einen neuen oder überarbeiteten Terminplan.
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