In dieser Aktivität werden die Anforderungen anhand der Simulationsmodelle, Reviews oder Validierungsprototyp durch die Stakeholder geprüft. Ziel dabei ist, ein valides Anforderungsdokument zu erhalten, das von den Stakeholdern auch akzeptiert wird.
Simulationsmodelle Um die Dynamik des Systems darzustellen und zum Beispiel die Benutzungsoberfläche oder das Zeitverhalten sowie Nebenläufigkeiten des Systems zu visualisieren, werden Prototypen benutzt.
Ein funktionaler, horizontaler Prototyp wird auch Simulationsmodell genannt. Durch Simulationsmodelle werden die in den Anforderungen festgelegten und verlangten Funktionalitäten simuliert. Hierbei entstehen Systeme mit einer Teilfunktionalität als Prototyp zur Validierung der Anforderungen. Anhand des Teilsystems können die Stakeholder die Funktionsweise des Systems ausprobieren und gegebenenfalls Änderungswünsche einbringen.
Nachteilig ist, dass mit der Erstellung des Prototypen hohe Kosten verbunden ist.
Anforderungsreview Die Befragungstechniken (Techniken für die Anforderungsermittlung) wie z.B. Interviews oder Fragebögen werden für ein Anforderungsreview benutzt. In der Regel läuft das Interview zwischen dem Systemanalytiker und Stakeholder ab. Hierbei hat der Stakeholder die Aufgabe, eine Zustimmung oder eine Ablehnung der von dem Systemanalytiker vorgeschlagenen Anforderungen zu treffen.
Es ist besonders empfehlenswert, mit den Stakeholdern das Review durchzuführen, die nicht die Anforderungen selbst formuliert haben. Durch Anforderungsreviews verbessern sich die Korrektheit und Verständlichkeit der Anforderungen und damit die Qualität der Anforderungen. Es verbessert sich die Vollständigkeit der Anforderungen, da möglicherweise auch die Lücken entdeckt werden.
Nachteilig ist, dass durch Review der Anforderungen der Aufwand für Stakeholder und Systemanalytiker deutlich erhöht wird.