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 | |  |  | | Ausgangssituation |  | | Voraussetzung für den Soll-Ist-Vergleich sind die durch die Ermittlung des Ist-Zustandes erhaltenen Informationen. |  | | Durchzuführende Aktivität |  | Bei der Erstellung von Soll-Ist-Vergleichen werden die Informationen, die bei der Ist-Erhebung (Erfassung des Ist-Zustandes) gesammelt wurden, übersichtlich dargestellt, sodass Abweichungen zwischen ursprünglichem Plan und aktuellem Stand einfach zu erkennen sind. Der Soll-Ist-Vergleich deckt Punkte auf, an denen der Projektleiter steuernd eingreifen muss (Ermittlung von Steuerungsmaßnahmen).
Häufig eingesetzte Instrumente sind:
Im Vergleich werden zunächst der ermittelte Ist-Stand mit dem Soll verglichen, Trend-Analysen durchgeführt und Ursachen für festgestellte Abweichungen gesucht. Die Ergebnisse sind für die Ermittlung von Steuerungsmaßnahmen aufzuzeichnen.
Ausgehend vom jeweils neuesten Stand der Restaufwände geben Trend-Analysen Aufschluss über die aktuelle Situation des Projektes und ermöglichen eine Vorhersage über den möglichen weiteren Verlauf. Ein Beispiel ist die Meilenstein-Trendanalyse.
Die Resultate des Soll-Ist-Vergleichs können durch das Auftreten von Anforderungsänderungen (Moving Target) verzerrt werden, da mit der Änderung von Projektzielen bzw. -anforderungen die Grundlage der Planung verändert wird. Zur Anpassung von Anforderungen ist die Einführung einer Änderungskontrolle erforderlich (siehe Einführung einer Änderungskontrolle).
Leistung/Qualität
Im Soll-Ist-Vergleich wird der Leistungsfortschritt durch eine Markierung im Projektstrukturplan oder %-Angabe in einem schriftlichen Fortschrittsbericht dargestellt. Die Qualität kann zu bestimmten Meilensteinen durch die Erreichung von im Qualitätsplan definierten Qualitätskriterien erfasst und gemessen werden.
Terminlage
Durch eine Termin-Trend-Analyse ist zu klären, ob Terminverzögerungen nach dem neuesten Stand der Erkenntnisse erkennbar sind. Es gibt verschiedene Methoden des Soll-Ist-Vergleichs der Terminlage (siehe auch Vergleich von Terminplanungsmethoden):
Werden beim Vergleich der Terminlage Verzögerungen festgestellt, sind Ursachen und Kompensationsmöglichkeiten zu suchen. Diese Steuerungsansätze müssen zusätzlich auf Auswirkungen auf die gesamte Projektkapazität überprüft werden. Sollte kein Kapazitätsausgleich möglich sein, ist eine Änderung des Terminplans notwendig.
Kapazitätslage
Ein wesentlicher Faktor bei der Projektbearbeitung ist die Arbeitszeit der Projektbeteiligten. Ein Soll-Ist-Vergleich der Kapazitätslage gibt Aufschluss, ob der geplante Stundenverbrauch eingehalten wurde oder ob eine Kapazitätsüberschreitung/-unterschreitung vorliegt. Eine Kapazitätsunterschreitung sollte vermieden und freie Kapazitäten als Puffer für spätere Engpässe berücksichtigt werden.
Ist alles plangemäß verlaufen, folgt eine Kapazitäts-Trend-Analyse, um festzustellen, ob die erforderlichen Kapazitäten auch weiterhin zur Verfügung stehen. Kapazitätsüberschreitungen erfordern Änderungen des Projektplans.
Kostenlage
Die Abfrage des Kostenanfalls gestattet einen Soll-Ist-Vergleich der Kostenlage. Wenn keine Kostenüberschreitung vorliegt, ist eine Kosten-Trend-Analyse durchzuführen. Liegt eine Kostenüberschreitung vor, muss eine genaue Kostenermittlung Aufschluss über mögliche Einsparungen geben. Kostenüberschreitungen können teilweise durch Einsparungen an anderen Stellen ausgeglichen werden. |  | | Ergebnis der Aktivität |  | | Beim Soll-Ist-Vergleich ermittelte Informationen, Stand des Projektes: wie Abweichungen, Abweichungsursachen. |  |
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