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 | |  |  | | Beschreibung |  | Trendanalysen liefern eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des Projektes. Sie werden beim Soll-Ist-Vergleich genutzt. Eine Form von Trendanalysen ist die Termin-Trendanalyse, für die es wiederum verschiedene Vorgehensweisen gibt, wobei sich die Meilenstein-Trendanalyse als die am häufigsten verwendete herausgestellt hat.
Abbildung: Meilenstein-Trendanalyse
In dem Bild ist ein Beispiel für eine Meilenstein-Trendanalyse zu sehen. Beide Achsen des Dreiecksdiagrammes stellen Zeiträume dar. Während die Waagerechte von links nach rechts den Berichtszeitraum widerspiegelt, stellt die Senkrechte von unten nach oben den Planungszeitraum dar. Des weiteren wird jedem Meilenstein ein eindeutiges Zeichen zugeordnet. Im Laufe der Projektdurchführung werden in konstanten Zeitabständen, z. B. jedes ersten des Monats, die aktuellen Prognosen für die Meilensteine eingetragen. Wenn die Kurve die 45-Grad-Linie (Diagrammende) erreicht, ist der Meilenstein erreicht. Die sich daraus ergebenden Kurvenarten sind wie folgt zu interpretieren.
Dies ist ein normaler Verlauf. Geringe Terminverschiebungen nach oben stehen eben so vielen Verschiebungen nach unten gegenüber. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann das Projekt den Gesamttermin halten.
Hier wurden ständig zu optimistische Schätzungen vorgenommen, sei es unbewusst, oder aus Unterschätzung der Aufgabe. Der Endtermin des Projektes wird sich wahrscheinlich erheblich verschieben. Verlaufen die Kurven weiterhin wie im Bild dargestellt, wird der Meilenstein nie erreicht werden.
Bis kurz vor Erreichen der Meilensteine wurden gleiche Prognosen abgegeben. Hierbei ist ein Mangel an frühzeitig realistischen Abschätzungen zu erkennen, der den rechtzeitigen Einsatz von Steuerungsmaßnahmen verhindert hat. Das Projekt wird sich wahrscheinlich verzögern.
Verlaufen unterschiedliche, aber fachlich voneinander abhängige Meilensteine stark divergierend, so ist wahrscheinlich eine der Tendenzen nicht realistisch. Die Trendanalyse sollte insgesamt überarbeitet werden. Hierbei sind keine eindeutigen Aussagen zum Projektverlauf zu erkennen.
Ist bei allen Meilensteinen eine Terminvorverlegung zu erkennen, so wurde von Beginn des Projektes mit zu großen Sicherheitspuffern gearbeitet. Die Terminplaner sollten angehalten werden künftig realistischere Schätzungen abzugeben, da sonst erneut Kapazitäten vergeudet werden. Das Projekt wird voraussichtlich früher fertiggestellt.
Verlaufen alle Kurvenzüge in einem sich wiederholenden Zick-Zack, so zeugt dies von einer erheblichen Unsicherheit in den jeweiligen Terminaussagen. Somit ist auch keine sichere Aussage zum Gesamttermin des Projektes möglich.
Die Termin-Trendanalyse bringt zudem folgende Vorteile:
- Es ist eine manuell durchführbare Methode zur Trendanalyse.
- Sie ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der Terminentwicklung von Arbeitspaketen und Meilensteinen.
- Sie ermöglicht bei periodischer Aktualisierung ein rechtzeitiges Erkennen von Terminengpässen.
- Sie ist schnell erlern- und anwendbar.
- Verbesserung des Terminbewusstseins, da sie von den Entwicklern selbst durchgeführt wird.
- Sie stellt ein gutes Kommunikationsmittel zwischen den Teammitgliedern dar.
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