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Verfahren
Interoperabilitätstest
Methode/Technik:8548
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Beschreibung
Der Interoperabilitätstest kommunikationsfähiger Geräte erfordert gegenüber dem Konformitätstest von Kommunikationsprotokollen etwas unterschiedliche Testkonfigurationen. Es wird ein Gerät im Zusammenwirken mit Drittgeräten getestet, wobei diese sowohl eine aktive als auch eine passive Rolle spielen; entsprechend wirkt auch das Testsystem einmal aktiv am Geschehen mit und übernimmt im anderen Fall die Rolle des Beobachters; es ist aber immer als Koordinator tätig. Bild 1 zeigt die hybride Testkonfiguration, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Testszenarien im Upper Tester (Glossar Upper Tester, Lower Tester) des Clients abgelegt sind und durch das Testsystem aufgerufen werden.

intoptest1

Bild 1: Hybride Testkonfiguration für den
Glossar Interoperabilitätstest

Als Testsystem wird hier ein Netzwerkmanagement-Gerät benutzt, das über das Test-Management-Protokoll den Upper Tester des Client steuert.

Die zu testenden Geräte können sowohl Client als auch Server sein, sie können als

· einzelner Client mit einem einzelnen Server
· einzelner Client mit mehreren Servern
· einzelner Server mit mehreren Clients und als
· mehrere Server mit mehreren Clients

interagieren. Das Testsystem wirkt als Parametrierungs- und Triggersystem, das die einzelnen Abläufe festlegt, startet, koordiniert und die Ergebnisse festhält. Zum Testsystem gehört noch ein Netzwerkanalysator, der die Aktivitäten auf dem Medium protokolliert.

Im Gegensatz zum Glossar Konformitätstest ist hier stets der ganze Glossar Protokollstack beteiligt. Das Testsystem triggert auf der Anwendungsebene Kommunikationsfunktionen, deren Ablauf zu testen und zu messen ist.

Die Aussagekraft von Interoperabilitätstests ist stets beschränkt auf die beim Test benutzten Geräte. Zwar verringert sich die Wahrscheinlichkeit der Existenz unentdeckter Fehler mit zunehmender Zahl der zum Test verwendeten Geräte, aber absolute Fehlerfreiheit gibt es nicht. Dies gilt noch mehr, wenn nur in einer bestimmten Umgebung getestet wird. Das Testen in einer festgelegten Umgebung bezeichnet man als

Integrationstest

Hier werden in einer realen Anlage die einzelnen Geräte auf ihre Interoperabilität mit den vorhandenen anderen Geräten getestet. Das bedingt, dass bei Erweiterung einer solchen Anlage vor dem Einfügen neuer Geräte ein Interoperabilitätstest durchzuführen ist, um Überraschungen zu vermeiden. Soll ein Gerät durch ein anderes nicht identisches ersetzt werden, dann muss ein dem Interoperabilitätstest sehr ähnlicher Test durchgeführt werden, nämlich der Test auf Austauschbarkeit
(Glossar Exchangeability). Die Eigenschaft der Austauschbarkeit ist, wie die Interoperabilität, auf die konkrete Umgebung und Funktionalität bezogen, d. h. keineswegs eine die jeweiligen Geräte alleine betreffende Eigenschaft. Das Problem ist dabei, dass ein vollständiger Test aus Zeit- und Kostengründen so gut wie nie durchgeführt wird. Es wird in solchen Fällen darauf ankommen, über Erfahrungen zu verfügen, die man an ähnlichen Anlagen mit gleichen Geräten oder mit den neu zu integrierenden Geräten in anderer Umgebung gemacht hat

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